Wie mir gestern Abend berichtet wurde ist die Gebag angeblich dabei sich in vieler Hinsicht anders und neu aufzustellen. Nicht nur das womöglich, oder es passiert bereits, bis zu 30% der Mitarbeitenden entlassen werden und die Tochter Gebag FE in die Stadt eingegliedert wird – ich berichtete bereits, sondern dass nun auch anscheinend flächendeckend die bisher üblichen und langjährigen Handwerksaufträge nicht mehr bevorzugt an Duisburger Unternehmen und Betriebe vergeben werden. Dies war bisher wohl umfänglich der Fall und ist – sofern nicht korrupte Gründe eine Rolle spiel(t)en -auch nachvollziehbar.
Was genau dahinter stecken könnte ist mir nicht zugetragen worden, gemunkelt wird allerdings von einem sozusagen innigen Verhältnis eines/einer leitenden Angestellten zu seinem/ihrem Heimat- bzw. Wohnort Bochum.
Da das Geschilderte bisher nicht offiziell bestätigt ist, nehme ich diese Gerüchte zum Anlaß mal genauer nachzufragen.
Ein rein betrieblicher Grund könnte z.B. sein, so kenne ich dies aus meiner Geschäftserfahrung, da bei der Gebag dringend gespart werden muss, dass auf diese Weise durch andere Geschäftskontakte die Konditionskarten neu gemischt werden – sprich Kosten gedrückt werden – entweder bei den Firmen in Bochum oder nachfolgend bei denen in Duisburg.
Ich kann mir aber auch locker ganz andere Gründe vorstellen, die ich hier nicht dezidiert öffentlich ausbreiten werde.
Meine Erfahrungen mit dem Handwerks/Einkaufsportal der Stadt sind zumindest zwiespältig. Testweise – das ist allerdings schon länger her – hatte ich mich als Handwerker mehrfach dort beworben. Freundlich lief das nicht ab.
https://einkaufsportal.duisburg.de/handwerkerportal/
Hier meine Anfrage an die Gebag und die Stadt als Hauptgesellschafterin:
Guten Morgen,
von mehreren Quellen wird derzeit mir gegenüber behauptet die Gebag vergebe gezielt und in grossem Umfang Handwerksaufträge usw. bevorzugt an Bochumer Firmen. Langjährige Lieferantenbeziehungen zu Duisburger Firmen würden somit gekappt und diese hätten das Nachsehen.
Fragen:
-1. Ist dies zutreffend und wenn ja aus welchem Grund wird dieser Prozess angestossen bzw. dieser Beschaffungsweg eingeschlagen?
-2. Wenn ja zu 1., setzt man dadurch nicht langjähriges KnowHow über Bestandsimmobilien und gute Beziehungen aufs Spiel?
-3. Wenn ja zu 1., über welche Summe an Aufträgen p.a. ist die Rede und wieviele Betriebe aus Duisburg sind betroffen?
Gruss
DUISTOP
www.duistop.de
Michael Schulze
Schlussbemerkung:
Betroffene Unternehmen/Handwerksbetriebe können mir gerne -auf Wunsch vertraulich- Informationen zukommen lassen.