Nun, wollen tu‘ ich auch ziemlich viel. Aber ich schaffe auch das meiste, ich schwör‘, da ich mir Ziele setze die für mich auch erreichbar sind – sozusagen im Rahmen meiner Möglichkeiten. Duisburg und seine Hauptverantwortlichen sind da von einem ganz anderen Kaliber. Die wollen meistens Dinge die absehbar nicht schaffbar sind, was dann regelmässig zu ECHTen Lachnummern führt.
Aktuell hat sich die renommierte SZ (bei solchen Artikeln zweifle ich an dem Wort ‚renommiert‘) der DBI und ihres oberlehrerhaft-wirkenden Chefs Professor Rasmus Beck angenommen und titelt verheissungsvoll etwas von Wende.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/dbi-duisburg-beck-stahl-wirtschaftsfoerderung-li.3215291
So als hätte man es nicht schon zigmal so oder knapp anders gelesen und gehört.
Also erfährt man nichts aus der SZ was man nicht schon weiß. Duisburg will weiter in Stahl machen und Wasserstoff-Hauptstadt werden. GÄHN.
Dann gibt es noch den tollen Binnenhafen und die End- bzw. Anfangsstation der Seidenstrasse. DOPPELGÄHN.
Und eine UNI die unterschätzt wird, ebenso wie die Tatsache das Duisburg eine Studi-Stadt ist. SCHNARCH.
Zusätzlich wird noch der neue UNI-Campus in Wedau angekündigt, der aber noch gar nicht so ausgemacht ist wie es klingt. DOPPELSCHNARCH.
HUCH, es fehlt die SEILBAHN.
Zum Schluss dann wird es noch ziemlich ärgerlich. So wird bemängelt, dass es an guten Ansiedlungsmöglichkeiten fehle weil man doch Technologiefirmen nach Duisburg locken will inkl. der benötigten Fachkräfte.
Und dazu bedarf es der vielen Grundstücke die ehemalige Industriefirmen verseuchen durften um sie dann der Menschheit zu überlassen. Dazu will man Fördergeld aus Düsseldorf um die Brachen wieder nutzbar zu machen.
Das Verursacherprinzip was ich schon so oft angesprochen habe ist anscheinend komplett ausser Kraft gesetzt. Man sieht es womöglich in Bälde in seinem ganzen Ausmaß auch im Fall VENATOR. Am Ende zahlen wir den Preis um den Scheiss wieder zu sanieren, in diesem Fall die Grundwasserverseuchung in Homberg – und wer weiß was sonst noch im Argen liegt.
Das HKM-Gelände (wenn denn der Schliessungsgau eintritt) dürfte auch nicht gerade im besten Zustand sein – nehme ich an.
Da lob ich mir diejenigen die derzeit gar nicht amused sind über das was in Berlin ausgeheckt wird. Man will nämlich Billiarden verteilen und ich hör schon jede Menge Subventionsgeld-gierige Typen mit den Füssen scharren, wie auch in Duisburg.
Am Ende ist unsere Infrastruktur immer noch im oder am Arsch, die Schulen sind weiter marode, aber wir haben zig Brachen gereinigt die dann keiner haben will bzw. die wir verschenken müssen, weil Duisburg eben zukunftslos ist. Jedenfalls solange wie die am Ruder sind die am Ruder sind. Die CDU oder die AfD kann es aber auch nicht besser. Die sind nicht einmal in der Lage sich zu diesem typischen Verkündungsschwachsinn zu äussern.
Fazit:
What ever it takes.
Oder: What ever it makes them wuschig.