Feuerwehr Duisburg: 46 Mio. EURO für die Flüchtlingshilfe – keine Belege über 2,2 Mio. EURO für Zeltdorf?

In meinem vorletzten Beitrag berichtete ich über einen erneuten Artikel  der WAZ in bezug auf die Causa Oliver Tittmann. Der ehemalige Feuerwehr-Chef wurde vor rund sechs Monaten vom Dienst freigestellt. Er galt bis dato als fähiger und unbescholtener Macher.

Ich will darauf nicht nochmals eingehen, was im Einzelnen an eher geringeren Vorwürfen gegen ihn im Raum steht und was sich eventuell am Ende als falsch bzw. unbegründet herausstellt.

Mein Fokus liegt vielmehr auf einem Sachverhalt der mit enormen Beträgen zu tun hat die die Feuerwehr allein bis Mitte 2022 für Flüchtlingshilfen zur Verfügung standen. Laut Pressemeldungen u.a. in der WAZ, stellte das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Duisburg (RPA) fest, dass es z.B. für eine Zelt(e)-Ausleihe für ein halbes Jahr (für ein Zeltdorf am Landschaftspark) keinerlei Belege geben soll. Immerhin handelt es sich aber um Ausgaben iHv 2,2 Mio. EURO.

Ich erinnere nochmals daran, dass die Feuerwehr ein Teil der Duisburger Verwaltung ist – mit OB Sören Link an der Spitze. Zudem dürfte auch der Stadtkämmerer Martin Murrack nicht ganz uninvolviert sein.

Kardinalsfrage also:

Wie kann es sein, dass es zu solch einem geschäftlichen Vorgang keinerlei Unterlagen und Belege gibt?

Zumal ich nicht davon ausgehe, dass Tittmann oder wer auch immer über derartig hohe Ausgaben im Millionenbereich so einfach verfügen durfte(n).

Es müsste zudem auch eine Ausschreibung gegeben haben – oder zumindest ein Verfahren der Angebotseinholung – oder aber es wurde aufgrund des drängenden Problems und der zeitlichen Not alles unter Auslassung jeglicher Regeln und Vorgaben einfach durchgewunken. Auf Zuruf und mit Handschlag.

Letztendlich wäre es dann ein „Schwarzgeschäft“, welches auch heute noch justiziabel sein könnte. Die Verjährungsfrist könnte am 31.12.2025 einsetzen.

Insofern frage ich doch mal bei Link und Murrack nach:

Guten Abend Herr Link, Herr Murrack,

gemäß diverser Presseberichte in der Vergangenheit (bis heute) soll die Feuerwehr Duisburg bis Mitte 2022 über rund 46 Mio. EURO an Geldern für Flüchtlingshilfen verfügt haben.

1. Ist dies korrekt und wenn ja woher kamen die Gelder, wofür waren sie bestimmt und wofür wurden sie verwendet?

2022 wurde am Landschaftspark ein Zeltdorf errichtet – für Flüchtlinge.

Der Mietpreis für sechs Monate soll 2,2 Mio. EURO betragen haben.

2. Ist das korrekt und wenn ja wofür wurde das Geld konkret ausgegeben – nur für die Zelte inkl. Auf- und Abbau oder auch für weitere Technik, Verpflegung etc.?

Die 2,2 Mio. EURO sollen angeblich laut RPA nicht belegt sein, weder als Auftragsvergabe  noch als Rechnung/Quittung odgl.?

3. Ist dies korrekt und wenn ja warum und wie konnte das passieren angesichts von diversester Vorschriften/Vorgaben wie eine Aufragsvergabe seitens der Stadt zu erfolgen hat etc.?

4. Inwieweit müssen Sie sich persönlich als oberste Dienstherren bzw. Vorgesetzte der Feuerwehr die Durchführung und Abwicklung des Vorgangs zurechnen lassen?

5. Gibt es einen begründeten und konkreten Vorwurf gegen Herrn Oliver Tittman in der Sache – wenn ja wie lautet dieser?

6. Gibt es einen begründeten und konkreten Vorwurf gegen weitere/andere Beschuldigte in der Sache – wenn ja wie lautet dieser?

Gruss

DUISTOP

www.duistop.de

Michael Schulze

 

Arg Kurioses im Fall von Ex-Feuerwehrchef Tittmann – Ablenkungsmanöver? Bauernopfer?

Vor rund einem halben Jahr wurde OliverTittmann, bis dahin wohlgelittener Feuerwehrchef in Duisburg und anscheinend auch ganz befähigt für den Job, vom Dienst freigestellt.

In einem aktuellen Beitrag widmet sich die WAZ erneut dieser Personalie.  Das hat sie in der Vergangenheit schon öfter gemacht, jedenfalls sehr sehr sehr viel öfter als in bezug auf den plötzlichen Rauswurf von Ex-Gebag-Chef Bernd Wortmeyer nach einer Betriebsfeier.

Tittmann selbst ist laut WAZ bisher anscheinend nicht zu einem Interview bereit, also greift man auf das zurück was man von dritter Seite „kriegen“ kann. Teils geht es um merkwürdige Arbeitszeiten und Nebentätigkeiten, Falschabrechnungen, Nutzungen von Fahrzeugen, technische Anschaffungen die Tittmann teils für sich genutzt haben soll und teils auch wieder nicht. Alles etwas unübersichtlich und meiner Ansicht nach vollkommen unaufgeräumt –  und letztlich für meine Begriffe nicht restlos aufgeklärt. Zudem geht es noch weiter vor Gericht zur Sache. Insofern enthalte ich mich zum jetzigen Zeitpunkt aller weiteren Spekulationen.

https://www.waz.de/lokales/duisburg/article408680258/feuerwehr-eklat-dokumente-nennen-details-der-vorwuerfe.html

Es interessiert mich auch nur bedingt und am Rande.

Viel interessanter sind jedoch weitaus gravierendere Umstände die ans Licht kommen. Dazu sollte man bedenken, dass die Feuerwehr ein Teil der Duisburger Stadtverwaltung ist. OB Sören Link ist also oberster Dienstherr und Kämmerer Martin Murrack müsste senerseits ziemlich gute Einblicke in das gesamte städtische Finanzgebaren haben – also auch das der Feuerwehr.

Insofern ist es höchst fragwürdig wieso zum Beispiel ein Betrag für eine Zeltmiete (es handelte sich wohl um mehrere Zelte), im Jahr 2022 am Landschaftspark (für ukrainische Geflüchtete), für den Zeitraum von einem halben Jahr 2,2 Mio. EURO betrug.

Noch problematischer wird es allerdings, wenn der Auftrag wahrscheinlich nicht ausgeschrieben und dann lediglich per Handschlag besiegelt wurde. Das Rechnungsprüfungsamt (RPA) will dazu keine Rechnung und/oder Quittung gefunden haben.

Nun kann man entschuldigend vorbringen, dass in dem damaligen Zeitraum alles besonders fix gehen musste (vgl. Corona-Abzockereien). Aber das muss es auch wenn ich nötig Pipi muss, im Auto sitze und die Geschwindigkeit überschreite um schneller ans Ziel (aufs Klo) zu kommen. Werde ich geblitzt, muss ich trotzdem zahlen.

Es kann ja wohl nicht sein, dass man nicht in der Lage ist, die Vorgänge im Nachhinein sauber aufzuarbeiten – inkl.  aller Belege? Zumal bei einer solchen Größenordnung. Die WAZ stellt die Frage nicht.

Hier zwei Artikel aus dem entsprechenden Zeitraum in Bezug auf die Zeltstadt (2022):

https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/duisburg-stadt-eroeffnet-unterkunft-fuer-fluechtlinge-aus-der-ukraine_aid-68105121

https://www.waz.de/staedte/duisburg/article235235069/Zeltdorf-Das-ist-Duisburgs-groesste-Fluechtlingsunterkunft.html

Hatte Link nicht im Rat behauptet, dass in seiner Verwaltung alles rechtens zugeht? Ja hat er, und nun?

Auch diesmal habe ich meine erheblichen Zweifel daran. Und warum bittesehr soll nur Tittmann dafür den Kopf hinhalten bzw. in bezug auf seinen ehemals untadeligen Ruf beschädigt werden?

Spätestens hier dämmert doch was möglicherweise gespielt wird. Ist Tittmann das Bauernopfer und eine willkommene Ablenkung? Immerhin geht es in puncto Flüchtlingsgelder über die die Feuerwehr verfügen konnte (allein bis Mitte 2022) um einen Betrag in Höhe von 46 Mio. EURO insgesamt.

Lieber Herr Tittmann, falls Sie das hier gelesen haben, rufen Sie mich an, schreiben Sie mir!

 

Fragen an Link, Bas, Oezdemir und Börner zur Sparkassen-Gala

Ich berichtete bereits über die diesjährige pompöse Gala der Sparkasse im März und über die Fragen die ich diesbezüglich an das Institut gestellt habe. Bisher gab es noch keinerlei Antwort oder Reaktion.

Nun habe ich die in der Überschift genannten vier Personen angeschrieben.

Hier meine Fragen an sie (jeweils identisch):

Guten Abend …,

in bezug auf die letzte Sparkassen-Gala im Landschaftspark habe ich folgende Pressefragen, da mir von Dritten bestätigt wurde, dass Sie vor Ort waren:

a) Wissen Sie warum ein solch üppiges Event veranstaltet wurde, noch dazu in einer Zeit die doch eher zur Zurückhaltung mahnt – besonders in Duisburg?

b) Kamen Sie in den Genuss eines freien Eintritts?

c) Kamen Sie nicht allein und kamen Ihre Begleitpersonen in den Genuss eines freien Eintritts – wenn ja wieviele?

Zum rechtlichen Hintergrund von b) und c) gestatte ich mir einen Hinweis auf die Gesetzeslage um die es gehen könnte:

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__331.html

Mit freundlichem Gruß

DUISTOP
www.duistop.de
Duisburger Stadtmagazin seit 2018
Michael Schulze

 

OB-Wahl: Da gibt es noch so einiges aufzuklären

„Tote leben länger“ sagt der Volksmund und in diesem Fall geht es nicht nur um Tote, sondern auch um viele Verletzte und Traumatisierte.

Wenn sich in diesem Jahr Sören Link zur Wiederwahl stellt soll doch bitteschön nicht übersehen oder gar vergessen werden, dass der Mann noch mindestens zwei schwere Bürden mit sich herumträgt.

Die erste ist sein uneingelöstes Versprechen für Transparenz in bezug auf das LOPA-Unglück zu sorgen und das zweite ist die Art und Weise wie sehr er persönlich davon profitiert hat – inkl. seine SPD.

Dazu hat er gleich zu Anfang seines Aufstiegs, also kurz nach dem Unglück, Unterlagen aus dem Landtag an Thomas Rodenbücher (inzwischen verstorben) von xtranews aushändigen lassen.  Ich hatte mich mit dem Thema bereits ausführlich, zum 12. Jahrestag*, beschäftigt, aber man kann das ja nicht oft genug tun.

Und niemand sollte jetzt auf die Idee kommen, dass als olle Kamellen zu bezeichnen oder als plumpen Versuch einer Diskreditierung meinerseits.

Wer von der Katastrophe verschont blieb hat nämlich leicht reden, wer richtig hart und direkt davon betroffen war und überlebte, ist es bis heute und wohl noch bis zum Lebensende.

Link hat bisher keinerlei Anstalten gemacht, den gesamten Ablauf mal aus seiner Sicht aufzuarbeiten. Das sagt schon eine Menge darüber aus aus welchem Holz der Mann geschnitzt ist – falls man überhaupt davon ausgehen kann, dass es sich um ein härteres Material handelt.

Aktuell habe ich in dieser Woche zwei Presseanfragen verschickt. Eine an die Staatsanwaltschaft Duisburg und eine an den Petitionsausschuss des Landtags. Die Pressefragen gehen zurück auf Original-Unterlagen von Jörn Teich, einem Überlebenden der Katastrophe und für Link und Co. kein Unbekannter.

Hier die Wortlaute:

An die Staatsanwaltschaft Duisburg

(Anmerkung: Jörn Teich hat 2020 Strafanzeige gegen Sören Link gestellt. Der Vorwurf:  Verletzung des Dienstgeheimnisses und einer besonderen Geheimhaltungspflicht)

Guten Tag,

zu obigem AZ, es handelt sich um eine Strafanzeige von Herrn Jörn Teich, damals wohnhaft in Sprockhövel, habe ich folgende Fragen:

1. Was wurde aus der Strafanzeige?

2. Was haben Sie Herrn Teich (abschliessend) mitgeteilt? Siehe Ihre Ankündigung gemäß beiliegendem Beleg/Schreiben.

1 Anlage

Mit freundlichem Gruß
DUISTOP
www.duistop.de
Stadtmagazin für Duisburg seit 2018
Michael Schulze

 

An den Petitionsausschuss des NRW-Landtags

Guten Tag,

zu obigem AZ, es handelt sich um eine Petitionseingabe von Herrn Jörn Teich, damals wohnhaft in Sprockhövel, habe ich folgende Fragen:

1. Was wurde aus der Petition?

2. Was haben Sie Herrn Teich (abschliessend) mitgeteilt?

3. In der Petition geht es um Verfehlungen und eventuelle Straftaten des damaligen und heute noch amtierenden OB von Duisburg Sören Link. Herr Teich hat in der Sache auch Strafanzeige gestellt. Wurde unabhängig von der Petition in der Sache vom Landtag bzw. von verantwortlichen Personen des Landtags bzw. der Landtagsverwaltung etwas veranlasst, z.B. eine Überprüfung etc.?

Beachten Sie bitte die Anlage!

1 Anlage

Mit freundlichem Gruß
DUISTOP
www.duistop.de
Stadtmagazin für Duisburg seit 2018
Michael Schulze

 

* 10. Jahrestag des Transparenz-Versprechens von Link – ab Minute 4:50:

https://youtu.be/Of390vkX_J4

 

 

Fragen an die Sparkasse zur hauseigenen Gala am letzten Wochenende

Guten Morgen,

in bezug auf die vorgestrige Gala im Landschaftspark habe ich folgende Pressefragen:

a) Warum überhaupt ein solch üppiges Event, dazu noch in einer Zeit die doch eher zur Zurückhaltung mahnt – besonders in Duisburg?

b) Was hat die Veranstaltung in Summe gekostet – inkl. der (Personal-)Kosten für die Vorbereitung?

c) Was wurde im Gegenzug erlöst – durch die Ticketverkäufe etc.?

d.1) Wer kam in den Genuss eines freien Eintritts?

d.2) Haben Anwesende wie Bärbel Bas, Mahmut Özdemir, Sören Link und auch Frank Börner ihre Karten und die für ihre Begleitpersonen selbst bezahlt?

Zu d.2) sollte man wissen, diese vier u.a. unterliegen gemäß ihrer Funktionen und Ämter einer gewissen Zurückhaltung – um es salopp auszudrücken.

Zum rechtlichen Hintergrund gestatte ich mir deshalb einen Hinweis auf die Gesetzeslage um die es gehen könnte:

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__331.html

Mit freundlichem Gruß

DUISTOP
www.duistop.de
Duisburger Stadtmagazin seit 2018
Michael Schulze

Städtische Sparkasse als Galakonzert-Veranstalterin – wer’s mag.

Zum 38. Mal ging gestern in der Kraftzentrale des Landschaftsparks die Sparkassen-Gala über die Bühne und war angeblich restlos ausverkauft. Zu Ticketpreisen zwischen 70 und 110 EURO pro Nase/Person müssten sich insgesamt laut meinen Schätzungen und den Angaben der Kraftzentrale (s.u. Link zum Fassungsvermögen) zwischen 3.000 und 4.000 Personen vergnügt haben.

Stargast war Giovanni Zarrella, bekannt aus dem ZDF mit seiner „Giovanni Zarrella Show“ an so manchem Samstagabend.

https://www.lokalkompass.de/duisburg/c-kultur/glanz-glamour-und-internationales-flair_a2018751

https://www.landschaftspark.de/veranstaltungslocations/kraftzentrale/

Von einer solchen Gala kann man halten was man will, in puncto Duisburger Sparkasse erschliesst sich mir das Konzept allerdings überhaupt nicht. Okay, es hat eine gewisse PR-Wirkung, aber wir haben es mit der Duisburger Sparkasse zu tun und nicht mit einem Finanz-Institut von Weltrang.

Angesichts der derzeitiegn Situation in Duisburg und von Duisburg wirkt ein solches Event irgendwie vollkommen aus der Rolle gefallen. Naja.

Mich beschäftigen wie gewöhnlich aber weder die Auftrittsqualität des Entertainers noch die Laune der Gäste, sondern das leidige Drumherum.

So würde ich folgende Dinge gerne wissen:

a) Warum überhaupt ein solches Event?

b) Was hat die Veranstaltung in Summe gekostet – inkl. der (Personal-)Kosten für die Vorbereitung?

c) Was wurde im Gegenzug erlöst – durch die Ticketverkäufe etc.?

Und:

d.1) Wer kam in den Genuss eines freien Eintritts?

d.2) Haben Anwesende wie Bas, Özdemir, Link und auch Börner (https://img.sparknews.funkemedien.de/408615753/408615753_1742727883_v16_9_1200.webp) ihre Karten und die für ihre eventuellen Begleitpersonen selbst bezahlt? Laut Pressemeldungen von heute waren sie alle vor Ort.

Zu d.2) muss man wissen, diese Leute unterliegen gemäß ihrer Funktionen und Ämter einer gewissen Zurückhaltung – um es salopp auszudrücken.

Die Sparkasse ist ein Beteiligungsunternehmen der Stadt Duisburg und sicherlich daran interessiert es sich mit bestimmten Personen nicht zu verscherzen. Und sämtlichst Vorgenannte sind auch alle Mitglieder der SPD die in Duisburg derzeit noch das Sagen hat.

Es hat also wie bei Karnevalsfeiern und MSV-Heimspielen, den Themen hatte ich mich kürzlich bereits gewidmet, ein gewisses Geschmäckle.

Bas und Özedemir hatten mir in Bezug auf MSV-Eintrittskarten bestätigt ihre Tickets selbst zu bezahlen. Einen Beweis wie z.B. ein Quittung lieferten sie nicht. Auch MSV-Präsident Stiefelhagen bestätigte mir, dass beide selbst zahlen würden.

Link äusserte sich in Sachen MSV nicht.

Und zum Karneval: Bas, Özdemir und Link äussersten sich nicht, ebenso nicht die ausrichtende Karnevalsgesellschaft und auch nicht die gleichfalls involvierten Stadtwerke/DVV – die auch eine Beteiligungsgesellschaft der Stadt sind.

Man darf sich also diese und jene Gedanken machen.

Und nochmals zur Erinnerung, wir sind in Duisburg.

Tja und weil mir Transparenz so sehr am Herzen liegt, den Vorgenannten aber nicht so wirklich, Link überhaupt nicht, habe ich nun zuerst der Sparkasse die obigen fünf Fragen gestellt. Mal abwarten ob von dort was kommt.

Hier nochmals ein Link zum rechtlichen Hintergrund um den es gehen könnte:

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__331.html

 

Duisburg die Razzien-Stadt – na dann fehlen ja nur noch die obligatorischen Blumenampeln …

… und Lobhudel-Gestecke in Form des Anlitzes von OB Link.

Wenn in Duisburg etwas boomt, dann sind es derzeit die vielen Razzien die jeweils werbewirksam zum Wohle des OB durch die üblichen Medien nachbearbeitet werden. Inzwischen wohl schon die sechste in kürzester Zeit.

Nun, eine Wahl muss in diesem Jahr gewonnen werden, da müssen sich der OB und seine Truppe als hart durchgreifende Typen unter Beweis stellen.

Just vorgestern erst hatte ich noch geglaubt – nicht wirklich – und es hier verkündet, dass die Razzien nun abebben. Pustekuchen, gestern fuhr man medial wieder volles Programm.

https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/problemviertel-in-neumuehl-sechste-razzia-in-duisburg_aid-125189909

https://www.radioduisburg.de/artikel/sechste-meldekontrolle-in-neumuehl-2270024.html

https://www.waz.de/lokales/duisburg/article408546872/razzia-in-beruechtigter-problemsiedlung-deckt-mietbetrug-auf.html

Antworten auf meine Fragen an Link warum denn nicht früher bereits solche Razzien durchgeführt wurden oder ob es nicht auch Massnahmen gäbe die Razzien durch ein frühzeitiges Erkennen von Sozialbetrügereien – um die geht es meistens – festzustellen, wurden und werden wie gewohnt nicht beantwortet.

Und auch die anderen Parteien und PolitikerInnen samt seiner GegenkandidatenInnen für die anstehende Wahl  halten sich anscheinend ziemlich damit zurück ihm mal ein paar kritische Fragen zu stellen.

Zum Beispiel danach warum er inzwischen von organisierter Kriminalität (OK) spricht und was er denn vorhat um da mal einen wirksamen Deckel drauf zu bekommen.  Dazu muss man wissen, das bei OK die wahren Täter eigentlich so gut wie nie geschnappt werden wenn man Razzien veranstaltet. Die sind so gut vernetzt, dass sie meistens nie vor Ort sind und die Drecksarbeit durch andere erledigen lassen.

Und wenn Kinderzeichnungen wie diese in der Corona-Hochphase

ausreichten um zu belegen, dass man ein Corona-Testzentrum betreibt – ich berichtete bereits – dann wird solch eine Zeichnung

wohl auch ausreichen um zu belegen, dass man ziemlich viele Kinder hat (19) und entsprechend Anspruch auf Kindergeld (19 mal).

 

 

Neues von der Gebag – und es ist – welch Wunder – wohl nichts Gutes

Nach noch unbestätigten Informationen von Dritten (die Gebag antwortet auf meine Presseanfragen seit Jahren ebensowenig wie der OB und andere städtische Beteiligungsgesellschaften wie z.B. die DVV) steht es wohl sehr schlecht um die Gebag. Ein Wunder ist es nicht und ich berichtete auch schon darüber.

Rund 90 Beschäftigte müssen das Unternehmen angeblich verlassen, was circa einem Drittel der Belegschaft entspricht. Arbeitsverträge gibt es wohl nur noch mit Befristungen und der verbliebene Geschäftsführer Winand Schneider, Bernd Wortmeyer ist bereits seit letzten Herbst Geschichte, ist anscheinend mehr Ab- denn Entwickler.

Auch die Entscheidungen der Stadtspitze, also der Hauptgesellschafterin, sowie die des Stadtrates sind mehr als katastrophal denn als zielführend zu beschreiben.

Auch Reparaturen im Bestand werden wohl nicht mehr so ausgeführt wie früher. Die Mieten sollen womöglich erhöht werden.

Wie gesagt alles unbestätigt von Gebag und Stadt, doch Hinweise auch aus der Mieterschaft zeichnen ein düsteres Bild.

Der neueste Bericht zum Wohnungsmarkt in Duisburg, kürzlich u.a. von der DBI und den üblichen Stadtmedien publiziert, verheisst auch nichts Gutes. Wobei das alles noch moderat formuliert wurde, in Wirklichkeit aber, auch in puncto Büromarkt, viel besorgniserregender ist.

Zitat/Auszug: Die geringe Neubautätigkeit führt zu Angebotsverknappungen und steigenden Mietpreisen. Die Neubaumieten haben sich um 2% auf 11,20 Euro/m² erhöht. Die Bestandsmieten sind deutlich um 7,1 % auf 7,50 Euro/m² gestiegen. Gleichzeitig stiegen die Preise für Neubau-Eigentumswohnungen um 2,3 % auf 4.400 Euro/m². Bestandswohnungen verzeichnen leichte Preisrückgänge. (Quelle: https://www.radioduisburg.de/artikel/neuer-immobilienbericht-fuer-duisburg-2262935.html)

Zurück zur Gebag. Ich erinnere nochmals daran, dass ich früh Informationen darüber hatte, dass die Gesellschaft kurz vor der Insolvenz stand. Auch das blieb offiziell unkommentiert und die drohende mögliche Pleite wurde dann irgendwie abgewendet.

Tja, und dann ist da noch das plötzliche und ungeklärte Ausscheiden von Geschäftsführer Bernd Wortmeyer im letzten Herbst nach einer Betriebsfeier.

Kurz darauf erhielt ich zwei anonyme Schreiben. Hier beide nochmals zur Gedächtnis-Auffrischung:

 

Mit beiden Schreiben konfrontierte ich sowohl Winand Scheider als auch Bruno Sagurna (AR-Chef der Gebag) sowie den OB, doch es kam keinerlei Reaktion geschweige denn eine dezidierte Antwort.

Auch das Thema Abfindung für Herrn Wortmeyer habe ich hinterfragt. Null, nichts, eisernes Schweigen.

Zu guter Letzt bin ich auch noch an einem Thema dran, das eigentlich an Geschmacklosigkeit nicht zu unterbieten oder überbieten ist. Und zwar Listen die angeblich in der Verwaltung und darüber hinaus in einigen städtischen Beteiligungsgesellschaften kursieren sollen in denen vorwiegend weibliche Beschäftigte in eindeutigen Rankings klassifiziert werden. Das alles soll sich vorwiegend in geschlossenen User-Gruppen online abspielen.

 

 

Razzia in Neumühl wirft weiter(e) Fragen auf

Das Wort Razzia wird wohl weiter und vermehrt hier auftauchen. Nun berichtet die WAZ über eine Razzia der Stadt in Neumühl bei der man feststellte, dass ein erheblicher Teil der in einer bestimmten und berüchtigten Siedlung Wohnenden gar kein offizielles Mietverhältnis hat.

Nach Angaben der Stadt waren unter den betreffenden Adressen 34 Personen registriert. Die Einsatzkräfte trafen jedoch 40 Menschen an, von denen allerdings nur 27 bei der Stadt Duisburg gemeldet waren. Ein offizielles Mietverhältnis konnten nur neun Personen vorweisen.

OB Link spricht von „organisierter Kriminalität“ (OK) und fingierten Mietverträgen für Menschen, die aus Rumänien oder Bulgarien nach Duisburg gelockt würden und kündigt weitere  Razzien an.

Zitat aus der WAZ:

„Die Kontrollen in Neumühl gehen weiter und zeigen Wirkung. Wir bleiben weiter dran.“

https://www.waz.de/lokales/duisburg/article408494606/beruechtigte-problemsiedlung-razzia-offenbart-neuen-mietbetrug.html

WOW. ECHT hart, knallhart der Mann. Man muss ihn lieben, wenn und weil man selbst schwach ist und sich am liebsten an seine starke und stolze Brust werfen möchte.

Doch: Mal abgesehen von den obigen Zahlen, die vielleicht stimmen, habe ich noch Fragen zu anderen Merkwürdigkeiten. Diese hatte ich schon im Zusammenhang mit einer Razzia in Hochheide (im Herbst 2024 im Weissen Riesen – ich berichtete bereits) an Link gerichtet, doch der Mann schweigt wie gewöhnlich eisern. Er dürfte seine Gründe haben.

Und die WAZ unterlässt es mal wieder ihn danach zu fragen, wieso eigentlich die Stadt (also eigentlich wir alle) diese Razzien durchführt und anscheinend auch finanziert.

Nur damit Link regelmässig seine PR-Erfolgsmeldungen bekommt die er dann auch per Facebook & Co. auf all seinen Kanälen weiterverbreitet?

Ist es nicht die ureigenste Aufgabe eines jeden Immobilienbesitzers seine Liegenschaften regelmässig auf illegale Wohnverhältnisse udgl. zu überprüfen?

Anscheinend in Duisburg nicht immer. Hier werden Wohnräumlichkeiten teils sich selbst überlassen nachdem man vorher einfach keine Mietverträge mehr abgeschlossen hat.

Oder es wird nicht geprüft wieviele Leute sich dauerhaft in einer Wohnung einquartieren?

Keine Ahnung, mir ist das ein Rätsel, ebenso wie das anscheinend amtliche Versagen beim Kindergeldbetrug u.v.m.

Dass Link mir auf all meine Fragen nicht antwortet ist daher verständlich, deshalb hat er ja auch kategorisch vor Jahresfrist im Rat einmal deutlich kundgetan, dass bei der Stadt immer alles rechtens zugeht (sinngemäß).

Ich lach mich scheckig, denn ich lese nie, dass man mal den Hinterleuten hinter all den Machenschaften (Link spricht von „OK“, s.o.) so richtig auf die Pelle rückt.

Und wenn ich schon mal dabei bin, mich wundert auch und immer wieder wie mucksmäuschenstill die CDU ist, die sich ansonsten angeblich so furchtbar befliessen für Sicherheit und Ordnung einsetzt.

 

GAGA-Neuigkeiten von der Seilbahn* – Linne gondelt ins Gondelglück

Nun, wenn nichts funktioniert und vorangeht, dann werden eben Highlights bemüht und in Aussicht gestellt die eigentlich GAGA sind. Hauptsache es klingt phänomalo-fantastico.

So wie eine neue Seilbahn, die vor allem Großbaugebiete (und ev. irgendwann mal Wohngebiete) wie in Wedau (6-Seen-Wedau) und in Hauptbahnhof-Nähe (Duisburger-Dünen) miteinander verbinden soll.

Baudezernent Martin Linne geht auf dieses Thema in einem aktuellen WAZ-Interview ein.

https://www.waz.de/lokales/duisburg/article408422224/bekommt-duisburg-eine-seilbahn-chefplaner-gibt-jetzt-einblicke.html

Was er dabei von sich gibt macht klar wie GAGA die Sache ist.

Vorab etwas zum weiteren Ablauf der Planungen in naher Zukunft: Im März 2025 wird angeblich die Machbarkeitsstudie fertig sein. Sie stellt angeblich die Wirtschaftlichkeit für eine Seilbahn fest. Dann muss entschieden werden ob ein Vorentwurf angefertigt wird. Der kostet angeblich drei bis vier Millionen Euro. Bis Mitte 2025 soll eine Ratsentscheidung vorbereitet werden die dann im Rat womöglich kurzfristig abgesegnet wird. Gut wäre eine baldige grundsätzliche Entscheidung des Landes zum UNI-Campus in Wedau-Nord.

So und nun wird es lustig:

So gibt es zusätzlich die Idee für ein Parkhaus auf dem MSV-Stadion-Vorplatz.

Die Gesamt-Idee als grosser Wurf:

Für Autofahrende, die die Duisburger Dünen und den UNI-Campus in Wedau-Nord ansteuern, müssten an beiden Orten Parkhäuser und Parkplätze entstehen.  Die könnte man durch ein großes Parkhaus auf dem wochentags ungenutzten MSV-Stadion-Vorplatz ersetzen. Die Seilbahn würde also am Stadion haltemachen, so dass dort auch ZuschauerInnen am Wochenende aus- und einsteigen könnten.

Laut Linne entstünde dadurch ein sich gegenseitig unterstützendes, integriertes Stellplatzsystem zwischen den Dünen, dem Stadion und dem UNI-Campus. Ersparnis durch wegfallende Parkplatzneubauten angeblich rund 40 Mio. Euro. Wenn tatsächlich eine 90%ige Förderung für die Seilbahn zustande käme wäre angeblich ein großer Teil des städtischen Eigenanteils an der Seibahn gegenfinanziert.

Zudem würde die Seilbahn zig Busse ersetzen die ansonsten zum Einsatz kommen müssten. Dafür würde zudem Fahrpersonal benötigt, für die Seilbahn nicht.

WOW, was für ein geiles Konzept.

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll um es auseinanderzunehmen.

Erstens: An die bisher in den Ring geworfenen Zahlen, vor allem die Millionen-Beträge (Kosten und dann auch Einnahmen) glaube ich nicht. Die werden wohl weit überschritten bzw. unterschritten werden.

Zweitens: Was wenn der UNI-Campus kein „OK“ aus Düsseldorf erhält?

Drittens: Seilbahn-Kabinen nach einem MSV-Spiel? Zustand der Kabinen? Frustrierte Fans?

Viertens: Warum wird keine Radwegenetz gebaut bzw. eins ausgebaut – nutzbar auch für kleine E-Pendel-Busse?

Fünftens:  Als Vorbild wird oft die Seilbanh in Koblenz genannt. Hier die Koblenzer Zahlen und Fakten:

https://www.seilbahn-koblenz.de/zahlen-und-fakten.html

Und hier ein paar zusätzliche Infos u.a. auch zu den Ticket-Kosten bei knapp 900 m Länge:

https://www.volksfreund.de/region/rheinland-pfalz/seilbahn-koblenz-rhein-fahrzeiten-preise-bundesgartenschau-festung-ehrenbreitstein_aid-67289271

Zitat:

Erwachsene bezahlen für eine einfache Fahrt zehn Euro, ermäßigt neun Euro. Schüler, Studenten und Azubis zahlen sechs Euro, Kinder von sieben bis 17 Jahren 5,50 Euro. Jüngere Kinder fahren kostenlos mit. Für Hin- und Rückfahrt bezahlen Erwachsene 13,90 Euro, ermäßigt 13 Euro. Schüler, Studenten und Azubis bekommen das „2-Way-Ticket“ für acht Euro, Kinder für 6,50 Euro (alle Angaben mit Stand März 2022).

https://www.seilbahn-koblenz.de/tickets.html

Sechstens: Wird das Parken im Parkhaus oder auf ebenen Stellplätzen am Stadion kostenlos sein, gibt es künftig noch das Deutschlandticket mit dem man alles abgelten kann, kann ich dort mein E-Auto aufladen und wird alles bewacht, wenn ich als junge Ingenieurin vom UNI-Campus mit der Seibahn um 23 Uhr im Winter zu meinem Auto ins Stadion-Parkhaus gondeln muss wo unter der Woche absolut nichts los ist?

Fazit:

Noch Fragen? Sowas denken sich nur Leute aus die anscheinend keinen Plan haben vom wahren Leben, so mein Eindruck.

 

* Mal gucken ob sich der Germanistik-Verbesserer wieder bei mir meldet der in letzter Zeit einige meiner Ausdrücke und Redewendungen meist wohlwollend kommentiert, „kritisiert“ und verbessert. So muss es wohl korrekt eher „über die Seilbahn“ oder „zur Seilbahn“ lauten. 😉