Arbeitslose und Leiharbeit: Fragen an SPD-Fraktionschef Bruno Sagurna und Angelika Wagner (DGB/verdi)

Wer in den letzten Wochen aufmerksam DUISTOP gelesen hat wird wissen dass ich mich diverse Male mit dem Thema Langzeitarbeitslose und Leiharbeit(=Zeitarbeit) usw. beschäftigt habe. Dazu habe ich bereits die Gesellschaft für Beschäftigungsförderung(GfB) und ihre „Tochter“ Werkstadt GmbH ein wenig befragt, ebenso die hiesige Arbeitsagentur.  Von Transparenz und Offenheit sowie dem echten Willen Antworten zu geben habe ich wenig gespürt.  Das macht mich allerdings erst so richtig neugierig.  Man könnte sagen eine Form des Streisand-Effekts. Weshalb ich nun einfach mal die WBD (siehe letzten Artikel) und nun auch zwei in dem Zusammenhang  „markante“ Persönlichkeiten Duisburgs angeschrieben  habe. Denn einen Vorteil haben meine Artikel, sie werden von vielen Leute gelesen und manch ein/eine Leser/Leserin fühlt sich „genötigt“ mir ein paar Tipps zu geben, wo man mal genauer nachfragen sollte.

Hier meine textgleichen Fragen an Bruno Sagurna (SPD-Fraktionschef) und Angelika Wagner (DGB/verdi):

Guten Tag,

ich habe folgende Presseanfrage an Sie:

Meine Fragen betreffen die direkte Beteiligung der Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) an der GfB (gGmbH), die indirekte über die GfB an der Werkstadt GmbH sowie den Einsatz von LeiharbeiternInnen (=ZeitarbeiternInnen) bei der WBD.

1. Ist es richtig, dass Sie dem derzeitigen Aufsichtsrat der GfB angehören?

2. Ist es richtig, dass die GfB-Tochter Werkstadt GmbH Leiharbeit/Zeitarbeit betreibt (Teilbereich) und dafür offiziell auch lizensiert/zertifiziert ist?

3. Ist es richtig, dass dieser Teilbereich ausschließlich an die WBD Personal verleiht?

4. Ist es richtig, dass es geltenden Gesetzen (u.a. AÜG) zuwiderliefe falls die WBD eine ausgeliehene Person nicht mehr einsetzen will und diese durch die Werkstadt GmbH an keinen anderen Entleiher verliehen wird/werden kann (falls 5. zutreffend ist)? Ich verweise u.a. auf die sog. „Lex Schlecker“.

5. Ist es richtig, dass diese Personen deshalb gezwungen wären sich wieder bei der Arbeitsagentur als arbeitlos zu melden oder u.U. ein Coaching o.ä. antreten müsste/könnte – und könnte das Coaching bei der GfB erfolgen?

6. Ist es richtig, dass die an die WBD ausgeliehenen Personen lediglich den niedrigsten Vergütungstarif erhalten und sobald die Frist zu einer möglichen Tariferhöhung oder auch Dauereinstellung/übernahme (beim Entleiher) ansteht eine „Rückgabe“ an die Werkstadt GmbH erfolgt?

7. Ist es richtig, dass die ausgeliehenen Personen zu viel höheren Konditionen (Stundensätzen) z.B. gegenüber der Stadt Duisburg abgerechnet werden in deren Auftrag die WBD mit ihnen tätig ist?

8. Ist Ihrer Kenntnis nach der Stadt Duisburg (dem OB) und der Arbeitsagentur Duisburg die gesamte Praxis des Zusammenwirkens von WBD, GfB und Werkstadt GmbH bekannt? Die Stadt ist immerhin 100%ige Gesellschafterin der WBD und Baudezernent Martin Linne sitzt dem WBD-Verwaltungsrat vor?

9. Die Stadt Duisburg selbst stand bereits 2014 in der Kritik vermehrt Leiharbeitskräfte einzusetzen. https://www.waz.de/staedte/duisburg/stadt-duisburg-stopft-personalluecken-mit-leihkraeften-id9854487.html

Hat sich die Praxis von damals dahingehend geändert, dass nun die WBD die Kräfte einsetzt und deren Arbeit an die Stadt weiterberechnet, allerdings mit Aufschlägen?

10. Welchen Sinn macht diese Dreieckskonstruktion zwischen WBD, GfB und Werkstadt GmbH und wer profitiert auf welche Weise davon?

Mit freundlichem Gruß

DUISTOP

Stadtmagazin

Michael Schulze

Arbeitslose und Leiharbeit: Fragen an die Wirtschaftsbetriebe Duisburg

Wer in den letzten Wochen aufmerksam DUISTOP gelesen hat wird wissen dass ich mich diverse Male mit dem Thema Langzeitarbeitslose und Leiharbeit(=Zeitarbeit) usw. beschäftigt habe. Dazu habe ich bereits die Gesellschaft für Beschäftigungsförderung(GfB) und ihre „Tochter“ Werkstadt GmbH ein wenig befragt, ebenso die hiesige Arbeitsagentur. Von Transparenz und Offenheit sowie dem echten Willen Antworten zu geben habe ich wenig gespürt.  Das macht mich allerdings erst so richtig neugierig.  Man könnte sagen eine Form des Streisand-Effekts. Weshalb ich nun einfach mal die Wirtschaftsbetriebe angeschrieben habe. Denn einen Vorteil haben meine Artikel, sie werden von vielen Leute gelesen und manch ein/eine Leser/Leserin fühlt sich „genötigt“ mir ein paar Tipps zu geben, wo man mal genauer nachfragen sollte.

Hier meine Fragen an die WBD:

Guten Tag,

ich habe folgende Presseanfrage und verweise vorab auf Ihre Auskunftspflicht gemäß Pressegesetz NRW und Medienstaatsvertrag NRW.

Meine Fragen betreffen die direkte Beteiligung der Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) an der GfB (gGmbH), die indirekte über die GfB an der Werkstadt GmbH sowie den Einsatz von LeiharbeiternInnen (=ZeitarbeiternInnen) bei der WBD.

1. Ist es richtig, da ich nur den Beteiligungsbericht der Stadt bis 2020 einsehen kann, dass derzeit die WBD 100% an der GfB hält und die wiederum 100% an der Werkstadt GmbH?

2. Ist es richtig, dass der Vorstand der WBD Herr Uwe Linsen auch Geschäftsführer der GfB ist, und dafür keine gesonderte Vergütung weder monetär noch sonstwie geldwertig erhält?

3. Ist es richtig, dass dem derzeitigen Aufsichtsrat der GfB Herr Bruno Sagurna (SPD-Fraktionsvorsitzender) sowie Frau Angelika Wagner (DGB/verdi) angehören?

4. Ist es richtig, dass die Werkstatt GmbH Leiharbeit/Zeitarbeit betreibt (Teilbereich) und dafür offiziell auch lizensiert/zertifiziert ist?

5. Ist es richtig, dass dieser Teilbereich ausschließlich an die WBD Personal verleiht?

6. Ist es richtig, dass es geltenden Gesetzen (u.a. AÜG) zuwiderliefe falls die WBD eine ausgeliehene Person nicht mehr einsetzen will und diese durch die Werkstadt GmbH an keinen anderen Entleiher verliehen wird/werden kann (falls 5. zutreffend ist)? Ich verweise u.a. auf die sog. „Lex Schlecker“.

7. Ist es richtig, dass diese Personen deshalb gezwungen wären sich wieder bei der Arbeitsagentur als arbeitlos zu melden oder u.U. ein Coaching o.ä. antreten müsste/könnte – und könnte das Coaching bei der GfB erfolgen?

8. Ist es richtig, dass die an die WBD ausgeliehenen Personen lediglich den niedrigsten Vergütungstarif erhalten und sobald die Frist zu einer möglichen Tariferhöhung oder auch Dauereinstellung/übernahme (beim Entleiher) ansteht eine „Rückgabe“ an die Werkstadt GmbH erfolgt?

9. Ist es richtig, dass die ausgeliehenen Personen zu viel höheren Konditionen (Stundensätzen) z.B. gegenüber der Stadt Duisburg abgerechnet werden in deren Auftrag die WBD mit ihnen tätig ist?

10. Ist der Stadt Duisburg (dem OB) und der Arbeitsagentur Duisburg die gesamte Praxis des Zusammenwirkens von WBD, GfB und Werkstadt GmbH bekannt? Die Stadt ist immerhin 100%ige Gesellschafterin der WBD und Baudezernent Martin Linne sitzt dem WBD-Verwaltungsrat vor?

11. Die Stadt Duisburg selbst stand bereits 2014 in der Kritik vermehrt Leiharbeitskräfte einzusetzen. https://www.waz.de/staedte/duisburg/stadt-duisburg-stopft-personalluecken-mit-leihkraeften-id9854487.html

Hat sich die Praxis von damals dahingehend geändert, dass nun die WBD die Kräfte einsetzt und deren Arbeit an die Stadt weiterberechnet, allerdings mit Aufschlägen?

12. Bezieht die WBD auch von anderen Leiharbeitsfirmen Personal?

13. Welchen Sinn macht diese Dreieckskonstruktion zwischen WBD, GfB und Werkstadt GmbH und wer profitiert auf welche Weise davon?

Mit freundlichem Gruß

DUISTOP

Stadtmagazin

Michael Schulze

In rund 100 Tagen jährt sich zum 10. Mal ein Link-Versprechen, …

… dann haben wir den 24. Juli 2022. An diesem Tag jährt sich auch das LoPa-Unglück – das inzwischen zum 12. Mal. Sören Link hat am 24. Juli 2012 (20 Tage nach Amtsantritt als OB) eine Rede gehalten und Transparenz versprochen (ab Minute 4:50) und um Entschuldigung gebeten:

https://youtu.be/Of390vkX_J4

Und bevor Sie nun ev. abwinken und möglicherweise denken „Oh Gott nicht immer noch oder nicht schon wieder.“ bitte ich Sie weiterzulesen. Denn das Unglück und die Folgen sind mitnichten erledigt und abzuhaken.

Dabei geht es mir nicht so sehr um das Unglück selbst, sondern vor allem um das was danach geschah und bis heute geschieht.

Seit ein paar Tagen stelle ich vor allem und hauptsächlich SPD-Leuten wie Bas, Özdemir, Kraft, Jäger, Link, Sagurna, Kutschaty usw. folgende vier Fragen:

1. Wissen Sie wer im August 2010 vertrauliche Unterlagen (Untersuchungen zum LoPa-Unglück) aus dem Landtag an Herrn Thomas Rodenbücher, zwischenzeitlich verstorben, den damaligen Herausgeber und Chefredakteur des Duisburger Magazins xtranews (www.xtranews.de) ausgehändigt hat bzw. daran beteiligt war? Unterlagen die xtranews am 16.8.2010 veröffentlichte. Unterlagen gegen deren Veröffentlichung der damalige Duisburger OB Sauerland (CDU) am Tag darauf eine Unterlassung* per Kölner Gericht erwirkte.

2. Ist es möglicherweise zutreffend, dass es sich um zwei SPD-Mitglieder handelte die damals Landtagsabgeordnete waren?

3. Geschah dies möglicherweise um den Ex-OB Sauerland zu diskreditieren und bereits unverzüglich einen künftigen SPD-OB-Kandidaten zu begünstigen?

4. Wissen Sie ob es staatsanwaltliche Ermittlungen gab, ev. ausgelöst vom Landtagspräsidenten, was die damalige Aushändigung von vertraulichen LoPa-Unterlagen an Herrn Rodenbücher/xtranews betrifft?

Zwei Antworten liegen mir bereits vor:

Sehr geehrter Herr Schulze,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider können wir Ihnen nicht helfen, weil der nordrhein-westfälische SPD-Landesverband in keiner Weise an dem LoPa-Unglück oder der anschließenden Aufklärung im Nachgang direkt beteiligt war.

Fragen zu Vorgängen, die direkt oder indirekt Landtagsabgeordnete betreffen, wären an die SPD-Fraktion im Landtag zu adressieren.

Mit freundlichen Grüßen

Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

SPD-Landesverband Nordrhein-Westfalen

 

Sehr geehrter Herr Schulze,

zu Ihren Fragen liegen der Pressestelle des Landtags keine Informationen oder Erkenntnisse vor, zu einzelnen Bürgeranfragen oder nichtöffentlichen Verfahren des Landtags wie z.B. Petitionen können aus Datenschutzgründen keine Angaben gemacht werden. Bzgl. der staatsanwaltschaftlichen Ermittlung bitte ich Sie, ihre Anfrage an die zuständige Stelle zu richten.

Mit freundlichen Grüßen

Landtag Nordrhein-Westfalen

PB 2 – Presse, Kommunikation

 

Wer die beiden Landtagsabgeordneten waren (heute sind sie keine MdLs mehr) ist mir bekannt. Aber „gucken“ wir mal was passiert. Ich gehe davon aus führende SPDler wissen wer die beiden sind.

Hier der Link auf die ursprüngliche xtranews-Seite vom 16.8.2010, die am  17.8.2010 nachträglich geändert wurde weil Ex-OB-Sauerland das Kölner Landgericht „einschaltete“.

https://xtranews.de/2010/08/16/loveparade-gutachten-die-sache-mit-den-fluchtwegen-id1323301.html

Die Dokumente von damals waren Unterlagen die dem Innenausschuss des NRW-Landtags für den 4.8.2010 zur Verfügung gestellt wurden, darunter wohl Anlagen zu einem städtischen Zwischenbericht vom 3. August 2010 bzw. das Gutachten (nebst Anlagen), dass Ex-OB Sauerland hat erstellen lassen.

Hier drei Links zur Sitzung im Innenausschuss am 4.8.2010, veröffentlicht am 2.9.2010 – dabei u.a. Ralf Jäger und Sören Link:

https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMV15-34.pdf

https://www.landtag.nrw.de/home/dokumente/dokumentensuche/parlamentsdokumente/parlamentsdatenbank-suchergebnis.html?vnr=15VIZ-Beratungsverlauf:1500155&view=berver&wp=15

Bitte beachten Sie besonders die Seite 42 beim Protokolltext zu dem der letzte/folgende Link führt. Die Sitzung ist wie folgt überschrieben:

Klärung der tragischen Umstände bei der Love-Parade in Duisburg am 24. Juli 2010 Sondersitzung Ausschussprotokoll 15/7 04.08.2010

https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument?Id=MMA15%2F7|1|1&Id=MMA15%2F7|5|73&Id=MMA15%2F7|75|89

Ich habe von der betreffenden Textstelle mal ein Bild gemacht – wie bereits erwähnt geht es um die „Klärung der tragischen Umstände“:

Tja, manche Leute haben bei „tragisch“ eben ganz andere Dinge im Sinn.  Vllt. raten Sie vorab wer das im Innenausschuss gesagt hat. Ein Tipp: Der Nachname beginnt mit „L“ und endet mit „k“. Wohlgemerkt, nur 11 Tage nach dem Unglück.

Fragen Sie sich zum Schluß auch warum die Verantwortlichen des Landtags sich anscheinend nie um Aufklärung bemühten wer die Dokumente an xtranews weitergab? Nun, dann werfen Sie vllt. mal einen Blick auf Krafts Amtszeit.

Fortsetzung folgt.

*einstweilige Verfügung

 

 

DuisburgKontor: Wurden meine Gebete erhört* – nur nicht vom OB?

Auf ungewöhnlich entlarvende Weise schafft es die WAZ aktuell in einem ihrer Artikel DuisburgKontor(DK) angesichts seines desolaten Leistungspektrums im Veranstaltungsbereich vorzuführen. DANKEEEEEEEEEEEEE!

Ich halte DuisburgKontor generell für eine Ansammlung von Vollversagenden, bin also ECHT voll dankbar dafür, dass ich anscheinend nicht der einzige bin der das so sieht.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/warum-bekannte-kuenstler-einen-bogen-um-duisburg-machen-id235094703.html

Zum Schluß des vernichtenden Textes wird sinngemäß in Frage gestellt ob DK-Chef Kluge der richtige Mann für den Job ist.

Der hat sich unlängst in der Beecker-Kirmes-Affäre meines Erachtens komplett ins Aus geschossen. Ich erzähle die Story hier nicht nochmals, also bitte die Suchfunktion von DUISTOP bemühen.

Die WAZ kristisiert, dass kaum noch Konzerte von namhaften KünstlernInnen hier stattfinden, lediglich die quasi-hauseigenen Philharmoniker treten auf.

Nun ja, das alles passt doch gut ins Bild die Stadt gänzlich runterzuwirtschaften und in puncto Attraktivität einem Provinznest anzugleichen. Auch Alexander Klomparend der neue Kommunikationschef von DK antwortet nicht auf meine Fragen, die so einfach zu beantworten sind wie Fußnägelschneiden – Beispiel (sinngemäß): Warum arbeiten Sie in dem Laden?

Besonders ärgerlich: Kluge und Co. kassieren weiterhin fürstliche Gehälter nur tun sie nichts ausser einmal jährlich die Schubladen aufzumachen und die Telefonnummern von Blumenkübelservices rauszukramen.

Apropos, da fällt mir ein, gibt es eigentlich den Einzelhandelsverband noch? Seit dem Weggang des langjährigen Weihnachts- und Osterfests-Situationsbeschreibers („Zu Weihnachten wurden wieder viele Weihnachtsgeschenke gekauft.“) passiert verbandsseitig rein gar nichts mehr.

*Ich bete jeden Abend dafür DuisburgKontor aufzulösen – und die DBI.

 

 

Der erste Investor in 6-Seen-Wedau antwortet

Vor kurzem gab die Gebag ganz stolz bekannt, dass sie die ersten beiden Investoren für 6-Seen-Wedau gefunden hat. Zum ersten die BPD, eine Rabobank-Tochter, und zum zweiten die Aachener SWG, ich berichtete bereits.

Beide hatte ich daraufhin angeschrieben und ihnen folgenden Fragen gestellt:

1. Ist es richtig, dass Sie sich als Investor dort engagieren wollen, wenn ja, wie gross ist Ihr Gesamtgrundstück und was haben Sie dort konkret geplant?

2. Gibt es Bauvorgaben der Stadt Duisburg und der Gebag/Gebag FE, wenn ja welche?

3. Das gesamt Vorhaben 6-Seen-Wedau ist nicht unumstritten vor allem in Bezug auf die Planungen von Stadt und Gebag/Gebag FE dort vorwiegend Gutverdienende, und diese vor allem aus Düsseldorf, anzusiedeln. Sind das auch Ihre Planungen?

4. Wissen Sie bereits welche flächendeckende Heizversorgung für Ihr(e) Grundstück(e) und in ganz 6-Seen-Wedau geplant ist?

5. Werden Sie aus eigenen Stücken oder aufgrund von Vorgaben (von Stadt und Gebag/Gebag FE) besondere Klima- und Umweltstandards bei Gebäuden erfüllen (müssen), wenn ja welche?

6. Fragen von mir nach der Gesundheitssicherheit des Geländes in puncto Bodenbelastungen wurden und werden seit Jahren weder von der Vorbesitzerin BEG, noch von NRW Urban und auch nicht von der Stadt Duisburg und der Gebag/Gebag FE beanwortet. Man reagiert überhaupt nicht. Selbst die NRW-Bauministerin Scharrenbach hat sich nach mehreren Anläufen nicht zu einer definitiv-klaren Aussage bzgl. der Gesundheitssicherheit bewegen lassen. Ist Ihr Gelände „gesundheitssicher“ was Bodenbelastungen angeht und haben Sie dazu die entsprechenden Belege die Sie auch ErwerbernInnen aushändigen können oder werden Sie sonstwie die Gesundheitssicherheit garantieren? Zusatzfrage: Ist Ihnen ein sog. Schwarzer See auf dem Gelände bekannt und kennen Sie dessen genaue Lage sowie seine „Inhalte/Bestandteile“?

Gestern kamen von der Aachener SWG folgende Antworten. Einen Tag zuvor hatte ich bereits eine vorgefertigte Standard-Pressemeldung erhalten, lediglich auf Frage 6 wurde individuell eingegangen. Deshalb habe nachgehakt und darum gebeten explizit Antworten auf alle meine Fragen zu erhalten. Hier sind sie:

Lieber Herr Schulze,

Anbei möchte ich Ihrem Wunsch nachkommen und unsere Pressemitteilung um explizite Antworten ergänzen.

1. Die Größe des Gesamtgrundstücks, welches die Aachener SWG realisieren wird beträgt 7.500 Quadratmeter. Hier entstehen 28 Mietwohnungen (inklusive 2 Wohngruppen), 32 Eigentumswohnungen und 8 Einfamilienhäusern, sowie 4 Gewerbeeinheiten.

2. Wir halten uns an die Vorgaben des Wettbewerbs und des Bebauungsplans. Bezüglich der Bauvorgaben und Anforderungen der Ausschreibungen, muss ich Sie an die GEBAG verweisen, die hier die gesamtheitliche Verantwortung für das Projekt trägt.

3. Der Anspruch der Aachener SWG ist es, Wohnraum für den Querschnitt der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Das möchten wir an dieser Stelle mit einer Mischung aus Mietwohnungen und Eigentum in verschiedenen Größen realisieren. Die Aachener SWG hat sich außerdem dazu entschieden, die Grundrisse der Mieteinheiten so zu gestalten, dass die Vorgaben an eine Wohnraumförderung erfüllt werden um in Zukunft die Möglichkeit zu haben, geförderten Wohnraum zu realisieren

4. Auch hier verweisen wir auf die GEBAG als Verantwortliche.

5. Das gesamte Energiekonzept ist im Bebauungsplan festgehalten. Wir werden sämtliche Dachflächen begrünen, Bäume im dreistelligen Bereich pflanzen und erlebbare Regenversickerungsflächen in den Außenbereich integrieren.

6. Als Antwort zur Frage 6 verweisen wir darauf, dass auf der Entwicklungsfläche „6-Seen-Wedau“ nach Umsetzung der Planung gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse sichergestellt werden sollen. Bezüglich der Planung möchten wir auf das Boden- und Qualitätsmanagementkonzept der Begründung zum Bebauungsplan Nr. 1061 II – Wedau – verweisen. Der Bebauungsplan nebst Anlagen ist online abrufbar (Bebauungsplan (6-seen-wedau.de))

Wir befinden uns derzeit in der Planungsphase und werden zu gegebener Zeit weitere Details des Konzepts veröffentlichen.

Ich hoffe, diese Antworten konnten Ihnen weiterhelfen.

Ich wünsche Ihnen erholsame Ostertage.

Mit freundlichen Grüßen

Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH

Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

 

Boing: Der nächste Ranking-Tiefschlag ins Kontor der Werbeparolen

Ich hatte gestern erst darüber berichtet, dass der Berlin-Brandenburgische Verbraucherschutzverein mittels google-Bewertungen von 40 Großstädten  feststellen konnte wie schlecht Duisburg im Behördenranking wegkommt (vorletzter Platz). Heute wird bekannt, dass es auch bzgl. des Durchschnittseinkommens nur eine vorletzte Ranking-Platzierung gibt.

Diesmal allerdings im Vergleich von 401 Städten. Nur Gelsenkirchen schneidet noch schlechter ab. An der Spitze Heilbronn. Herausgekommen ist, dass in Duisburg durchschnittlich 17.700 EURO im Jahr an Einkommen pro Person zur Verfügung steht, in Gelsenkirchen nochmals 700 EURO weniger und in Heilbronn knapp über 42.200 EURO.

Durchgeführt hat die Studie das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Die Zahlen sind von 2019.

https://www.wsi.de/de/index.htm

https://www.wsi.de/de/einkommen-14582-einkommen-im-regionalen-vergleich-40420.htm

Das deckt sich zwar mit dem Eindruck den man gewinnt wenn man nüchtern den Zustand der Stadt analysiert, aber Link & Co. erzählen uns immer was ganz anderes.

Vllt. sollten Verantwortliche wie er und auch all die derzeitigen LandtagskandidatenInnen sich mal dransetzen und sich den tatsächlichen Gegebenheiten stellen, dieses Negativ-Ranking wird (wie andere) von ihnen ja auch niemals kommentiert und mit sinnvollen Lösungsideen angereichert.

Stattdessen lesen wir z.Z. laufend (die ganze übliche Presseklaviatur von WAZ bis RP rauf und runter) wie toll doch 6-Seen-Wedau wird. Tja, auch diesbzgl. wird es spannend, wenn man sich die derzeitigen Zinssteigerungen bei Krediten und Hypotheken anschaut, sowie die Preissteigerungen im Baubereich. Bei den Zahlen aus dem obigen Ranking können sich tatsächlich nur noch Menschen aus Städten mit höheren Einkommen die Neubauten dort leisten.

Nur wer bitte schön will nach Duisburg? In das „Sozialamt Europas“ wie es kürzlich der CDU-Landtagskandidat Deniz Güner so blamabel wie nur möglich, angelehnt an ehemalige Slogans von AfD und NPD, auf Facebook formulierte. Ich berichtete bereits.

Richtig, ich vergaß, er meinte ja nur den Norden. Womit dann gleich auch die Spaltung der Stadt nochmals deutlicher betrieben wird als eh schon.

Wenn man dann noch regelmässig die ersten Duisburg-News-Meldungen auf google liest dann kommt man schon ins Grübeln, vor allem wenn man überlegt hier hin zu ziehen.

Kiosk überfallen – wahlweise Tankstelle/Tankstellenshop

Gaststätten-Ehepaar gefesselt

Männer mit Machete bedroht

Discounter ausgeraubt

Mädchen verfolgt

Polizistin mehrfach in den Bauch getreten

und als Sahnehäubchen (Achtung: Sarkasmus):  Grundschule angezündet

Na gut, das ist halt so in einer Großstadt, kann sein, aber unsere üblichen Verdächtigen in puncto Nichtstun wie DuisburgKontor und DBI beschäftigen sich z.Z. ja lieber dauerhaft mit Wasserstoff. Das Image der Stadt geht derweil weiter den Bach ab. Allein schon daran, dass Lehrkräfte hier nicht hinwollen,  kann man erkennen wie es um die Stadt steht, alles andere ist nur billiger Farbüberstrich.

Wer bitteschön interessiert sich tatsächlich dafür, dass Duisburg Wasserstoff-Stadt ist oder China-Stadt? Das bedeutet ja auch lediglich, dass hier ein paar wenige das grosse Geld machen, z.B. auch mittels Förderzuschüssen, das ist es dann aber auch. In Bezug auf China kann es aber auch sein, dass man die Stadt den Chinesen bzw. chinesischen Firmen ev. ausliefert. Die haben sich quasi auf sowas wie Duisburg -in dem desolaten Zustand- spezialisiert.

Ich empfehle mal diesen Artikel in dem auch viel zu Jobs und Einkommen zu erfahren ist:

https://www.boeckler.de/de/magazin-mitbestimmung-2744-die-brache-lebt-10819.htm

Und jetzt bitte mal darüber nachdenken was alles versäumt wurde in den letzten 20 Jahren und was noch kommen könnte wenn die Digitalisierung voll durchschlägt. Dann ist es nicht mit einer bescheuerten DVV-MeinDuisburg-APP erledigt und ein wenig Smart-City-Duisburg-Folklore, woran sich im Zweifel auch nur wieder wenige gesundstossen.

Nachtrag vom 14. April 2022:

Hinweise aus der Leserschaft, dass das städtische BIP im Vergleich zum Einkommen dagegen in Duisburg hoch sei, konnte ich nicht verifizieren.

Bei einer Nachrecherche habe ich allerdings in einer NRW-Statistik andere Zahlen gefunden was das Einkommen angeht.

Seite 34: https://www.it.nrw/sites/default/files/atoms/files/44_17.pdf

In den Tabellen dort wird links angegeben was in Duisburg 2014 an Einkommen zur Verfügung stand, nämlich durchschnittlich rund 16.700 EURO. In der rechten Tabelle die Zahlen der Veränderungen bis 2000. Es wird angegeben, dass sich das Einkommen um rund 24 Prozent nach oben verändert hat. Das wären mehr als die 17.700 EURO die das Ranking des WSI (s.o.) ausweist.

 

 

 

 

CDU-Landtagskandidat Deniz Güner: Antwort-Chance blamabel versemmelt

Es gibt Menschen die antworten gar nicht auf meine Anfragen, auch nicht obwohl sie es gesetzlich müssten: Link

Es gibt Menschen die antworten, aber nicht auf meine Fragen, sondern schicken mir Gehirntipps: Börner

Es gibt Menschen die antworten weil sie es können, wollen und keine Vorbehalte haben: Eren Kocak, parteiloser Landtagskandidat

Es gibt Menschen die antworten zwar, versemmeln aber alles: Deniz Güner, CDU-Landtagskandidat

Herrn Güner, 43, hatte ich gestern früh angemailt. Grund: Ein umstrittener Facebook-Post von ihm zu dem die WAZ sinngemäß bereits die Frage stellte ob er im rechten Spektrum fischen würde.

Hier nochmals sein Post (Zitat/Auszug):

„Duisburg ist nicht das Sozialamt Europas! Die Einwanderung aus Südosteuropa nach Duisburg, nur um Sozialleistungen zu kassieren, muss verhindert werden! … Schon jetzt gibt es Stadtteile im Duisburger Norden, die einen Anteil von Transfergeldempfängern von über 30 Prozent haben. … „

Das habe ich zum Anlaß genommen ihm diese fünf Fragen zu stellen:

Ist das Zitat bzw. der Auszug daraus korrekt?

Wenn ja, was hat Sie dazu veranlasst dies zu posten?

Welche konkreten und validen Zahlen liegen Ihnen „zur Einwanderung nur um Sozialleistungen zu kassieren“ aus welchen Quellen vor?

An wen haben Sie sich bereits gewandt um das Problem dieser Art der Einwanderung zu lösen und mit welchen Ergebnissen?

Warum gibt es Ihrer Ansicht nach so viele TransfergeldempfängerInnen besonders im Duisburger Norden und inwiefern hat „Ihre“ CDU dazu beigetragen bzw. es nicht verhindert?

Daraus entwickelte sich ab gestern Mittag ein Mailwechsel  zwischen ihm und mir. Und der ist so entlarvend wie ein Lehr- bzw. Leerstück in Demokratie.

Seine Mails gibt es hier nicht zu lesen, das hat er mir ausdrücklich untersagt und ich mache brav was man mir sagt (LOL). Die sind aber auch gar nicht notwendig, es reicht vollkommen meine Mails zu lesen, der Rest ergibt sich automatisch. Wo das nicht klappt, kommentiere ich kurz.

Voilà:

Güner antwortet erstmalig. (Er schlägt vor ein Interview in Marxloh zu führen, es zu filmen und online zu stellen – u.a. in seinen Kanälen.) 

Guten Tag zurück,

und danke für den Vorschlag. Leider habe ich nicht die Zeit dazu.

Beantworten Sie bitte die Fragen schriftlich. Am besten per Mail, jede Antwort unter jeder Frage.

Sie können dann alles (den Artikel, das Interview) mit Quellenverweis gerne auf/in all Ihren „Kanälen“ benutzen.

Senden Sie mir dazu auch ein Foto von Ihnen, dass ich ohne Nutzungseinschränkung auf DUISTOP veröffentlichen darf.

Gruß

DUISTOP

Michael Schulze

Güner antwortet erneut.

Guten Tag zurück,

wenn es so komplex ist wie sollte es dann in einem Video (von welcher Länge) abgehandelt werden.

Wie konnte es denn so komprimiert in Ihren Facebook-Post passen?

Bitte beantworten Sie einfach meine Fragen schriftlich. Dann haben alle was „in der Hand“.

Sie können dies ja umfänglich und komplex tun. Das Internet und DUISTOP haben Platz.

Gruß

DUISTOP

Michael Schulze

Güner antwortet erneut.

Guten Tag,

abgelehnt. Entweder Sie antworten auf meine Fragen oder nicht.

Ich habe Ihnen auch keinen Einwand gemailt, ich habe nur gemailt wie ich die Sache sehe und gerne hätte.

Unser bisheriger Mailwechsel wird sowieso veröffentlicht bzw. von mir entsprechend kommentiert.

Das reicht mir schon um meinen Eindruck von Ihnen zu veröffentlichen.

Sie haben es ja hervorragend geschafft mir quasi vorzuschreiben wie Sie es gerne hätten.

Die Basta-Mentalität dahinter gefällt mir gar nicht, vor allem wie die letzte Mail von Ihnen es an den Tag legt.

Ich habe Ihnen ursprünglich eine Gelegenheit angeboten sich zu äussern, diese wollen Sie anscheinend nicht ergreifen oder wir kommen mit unterschiedlichen „Spielregeln“ nicht zusammen.

Dann ist das so.

Ausserdem halte ich das Thema gar nicht für so komplex. Meine Fragen sind auch ziemlich simpel. Aber wenn es daran schon scheitert, na dann.

Ich kann mich nun mal nicht und will mich auch nicht mit jedem der meint sein Thema sei komplex treffen und ausführliche Videos machen – noch dazu an Orten die ihm zusagen.

Bis morgen Mittag um 12 Uhr können Sie mir Bescheid geben ob Sie die Fragen schriftlich beantworten oder nicht. Mailen Sie gar nicht mehr kommentiere ich alles wie angekündigt.

Und ganz ehrlich: Sie haben sich bereits disqualifiziert, als Sie mir schrieben, dass das Thema komplex sei, aber anscheinend nicht zu komplex um es in einen kurzen Facebook-Post zu packen.

Nun wollen Sie mehr Posts nachreichen. Nun, ich stelle schon in Frage ob Facebook der richtige „Ort“ für solche Diskussionen komplexen Ausmasses ist. Es ist aber der richtige Ort um Stimmung zu machen und weit streuend zu verbreiten. Daher stellt sich die Frage ob Sie primär Wahlwerbung machen oder an einer Lösung für Menschen in Duisburg interessiert sind.

Ich rate Ihnen daher, falls Sie nochmals zurückschreiben, nur zu schreiben, dass Sie antworten wollen oder nicht. Alles andere würde ich besser weglassen, denn es kann nur schlimmer werden.

Wie man als MdL-Kandidat derart unsensibel sein kann ist mir ein Rätsel.

Gruß

DUISTOP

Michael Schulze

Güner antwortet erneut.

Guten Tag,

ich hatte doch geschrieben Sie machen es nur schlimmer.

Und mir nun Aggressivität vorzuwerfen ist ein beliebtes Mittel, das kenne ich bereits von anderen. Gucken Sie mal in den Spiegel!

Und Sie wollen MdL werden? ECHT? Was meinen Sie wer Ihnen dann alles in die Quere kommt? Halten Sie mal den Ball flach!

Das mit der Freigabe können Sie vergessen, Sie wussten, dass Sie mir bzw. DUISTOP schreiben und was ich mache.

Ich werde Ihre Mails aber gar nicht veröffentlichen, aber ich werde die Inhalte kommentieren.

Und darauf können Sie dann bei Bedarf Gegendarstellungen schreiben, alles wie es das Presserecht möglich macht.

Das ist Demokratie, schon vergessen?

In diesem Sinne

DUISTOP

M. Schulze

P.S. Schreiben Sie am besten nochmals zurück, irgendwas mit „Wer sind Sie schon?“ oder „DUISTOP liest ja keiner!“. Oder wie wäre es mit einem Wunsch wie: „Mögen eitrige Warzen auf Ihrer Stirn wachsen.“

 

Fragen an Alexander Klomparend – den Neuen bei DuisburgKontor

Guten Morgen Herr Klomparend,

ich habe folgende Presseanfrage.

1. Sie sind seit rund einem Monat bei DuisburgKontor als Leiter Unternehmenskommunikation u.a. für die Duisburgistecht-Kampagne zuständig, was erhalten Sie jährlich dafür als Vergütung und gibt es noch Extras wie Boni, Spesenübernahme und Firmen-Kfz?

2. Welche Ausbildung und Berufserfahrung bringen Sie mit?

3. Was begeistert Sie an der Kampagne und warum ist davon so wenig zu „spüren“?

4. Ein aktuelles Ranking des VSVBB sieht Duisburg in puncto Behördenbewertung unter 40 Großstädten auf dem vorletzten Rang, wie beurteilen Sie dieses Ranking unter Marketing-Gesichtspunkten und auch hinsichtlich Smart City Duisburg?

5. In diesem Jahr sind anscheinend die beliebten Blumenampeln ausgeblieben, warum?

6. Seit Jahren kann ich nicht erkennen wozu DuisburgKontor für die Stadt nützlich ist, erklären Sie es mir bitte. Wozu braucht man überbezahlte Menschen die nichts bewirken und was hat Sie primär bewogen sich dazu zu gesellen?

 

Mit freundlichem Gruß

DUISTOP
Stadtmagazin

Michael Schulze

Fragen an Deniz Güner – Landtagskandidat der CDU

Guten Morgen Herr Güner,

im Zusammenhang mit einer Veranstaltung zum 8. April, es hatte das Duisburger Anti-Rassismus-Informations-Centrum (Aric) Vertreter der Rom*nja-Community sowie Landtagskandidaten in diesem Jahr zu einer Podiumsdiskussion in die Pauluskirche in Hochfeld eingeladen, sollen Sie sich laut WAZ auf Facebook wie folgt geäussert (Zitat/Auszug) haben:

„Duisburg ist nicht das Sozialamt Europas! Die Einwanderung aus Südosteuropa nach Duisburg, nur um Sozialleistungen zu kassieren, muss verhindert werden! … Schon jetzt gibt es Stadtteile im Duisburger Norden, die einen Anteil von Transfergeldempfängern von über 30 Prozent haben. … „

Quelle: https://www.waz.de/staedte/duisburg/fischt-der-duisburger-cdu-kandidat-guener-am-rechten-rand-id235045449.html

Dazu habe ich folgende fünf Fragen:

Ist das Zitat bzw. der Auszug daraus korrekt?

Wenn ja, was hat Sie dazu veranlasst dies zu posten?

Welche konkreten und validen Zahlen liegen Ihnen „zur Einwanderung nur um Sozialleistungen zu kassieren“ aus welchen Quellen vor?

An wen haben Sie sich bereits gewandt um das Problem dieser Art der Einwanderung zu lösen und mit welchen Ergebnissen?

Warum gibt es Ihrer Ansicht nach so viele TransfergeldempfängerInnen besonders im Duisburger Norden und inwiefern hat „Ihre“ CDU dazu beigetragen bzw. es nicht verhindert?

Herzlichen Dank vorab für eine kurzfristige Beantwortung.

Gruß

DUISTOP

Michael Schulze

Lesetipp:
https://www.waz.de/staedte/duisburg/forscherinnen-der-uni-duisburg-belegen-behoerden-rassismus-id234856791.html

 

 

Arbeitsagentur Duisburg antwortet nun doch – nicht so ganz ohne Hilfe bzw. Umweg

Nachdem ich mich mehrfach vergeblich bemüht habe Antworten auf drei Fragen von der hiesigen Arbeitsagentur zu erhalten (Fragen s.u.) gab es gestern eine Wendung. Da insbesondere bei Frage 1. lediglich stur auf den Datenschutz verwiesen wurde um keine dezidierte Antwort geben zu müssen, ich aber weiter im Glauben gelassen wurde es gäbe Listen, nachdem sich der GF der Agentur dann selbst einschaltete um mir sinngemäß auszurichten, dass nun aber Schluß sei mit Fragen nach Listen und ich daraufhin ein paar Hebel in Bewegung gesetzt habe, trafen gestern doch noch Antworten ein. Allerdings aus Düsseldorf.

Sehr geehrter Herr Schulze,

gerne beantworte ich nach Rücksprache mit der Agentur Duisburg Ihre Fragen:

1. Können Sie mir Listen zusenden in denen die Vermittlungsagenturen und Leiharbeitsfirmen genannt werden mit denen die Arbeitsagentur Duisburg regelmässig zusammenarbeitet bzw. in 2022 zusammenarbeitet? Wenn nein warum nicht?

Es gibt keine Zusammenarbeit. Kooperationen mit Unternehmen der Zeitarbeit bestehen nicht. Zeitarbeitsunternehmen können Ihre offenen Stellen wie jedes andere Unternehmen bei der Agentur für Arbeit anzeigen und werden dann neutral in Vermittlungsvorschlägen den Kundinnen und Kunden bekannt gemacht. Eine weitere Möglichkeit besteht auch für Zeitarbeitsunternehmen darin, ihre Stelle online unter www.arbeitsagentur.de/jobsuche bekannt zu machen. Sie kennen die Jobsuche vermutlich noch unter dem Namen Jobbörse.

Da es keine Zusammenarbeit gibt, können wir Ihnen auch keine Listen der Zusammenarbeit liefern.

Stellen, die Zeitarbeitsunternehmen bei der Agentur für Arbeit als zu besetzen melden, werden von der Agentur für Arbeit – wie auch alle anderen Stellenangebote – geprüft. Gegenstand der Prüfung ist, ob die Rahmenbedingungen stimmen, also zum Beispiel das angebotene Entgelt den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Die Kriterien dieser Überprüfung unterscheiden sich je nach Branche. Erst danach kann eine solche Stelle in die vermittlerische Tätigkeit aufgenommen werden.

Einige Unternehmen der Arbeitnehmer*innenüberlassung (Zeitarbeit) sind auch in einem zweiten Geschäftsfeld aktiv: Sie sind private Arbeitsvermittler. Sie sprechen von „Vermittlungsagenturen“. Auch zwischen privaten Arbeitsvermittlern und der Agentur für Arbeit gibt es keine Kooperationen. Kundinnen und Kunden erhalten neutrale Vermittlungsgutscheine und können sich das Unternehmen, das sie bei der Arbeitssuche unterstützt, frei auswählen. Die Agentur für Arbeit ist zu Neutralität verpflichtet.

Da es keine Zusammenarbeit zwischen den Agenturen für Arbeit und den privaten Arbeitsvermittlungen gibt, gibt es auch hier keine Listen der Zusammenarbeit.

2. Geben Sie diese Liste an Arbeitslose, KundenInnen heraus (automatisch, auf Verlangen)? Wenn nein warum nicht?

Im Zuge der Vermittlungsvorschläge für Kundinnen und Kunden machen die Agenturen für Arbeit die bei ihnen angezeigten offenen Stellen den Kundinnen und Kunden bekannt, sofern sie zu den Berufen gehören, für die sich die Kundinnen und Kunden interessieren oder sofern diese auf das Profil unserer Kundinnen und Kunden passen.

3. Gibt es eine Trennung und ev. Konkurrenzsituation inhouse zwischen den Beratenden von Arbeitslosen und den Betreuenden von denjenigen (Unternehmen, Vermittlungsagenturen, Zeitarbeitsfirmen) die Jobs anbieten/vermitteln etc.?

Die Arbeitsvermittlungen in den Arbeitsagenturen betreuen die Arbeitnehmer-Kundinnen und Kunden. Die Stellenangebote von Unternehmen werden durch die Arbeitgeber-Services der Agenturen für Arbeit betreut.

Eine Konkurrenzsituation zwischen Arbeitsvermittlungen und Arbeitgeber-Services gibt es nicht. Ziel der Agenturen für Arbeit ist der Ausgleich am Arbeitsmarkt. Wenn Arbeitnehmer-Kundinnen und Kunden durch die Vermittlungstätigkeit der Arbeitsvermittlung eine passende Stelle finden, ist der Ausgleich hergestellt. Denn zugleich wurde dadurch eine bei der Agentur für Arbeit angezeigte freie Stelle besetzt.

Beide Einheiten in den Agenturen für Arbeit arbeiten dabei eng zusammen.

Unternehmen und Zeitarbeitsfirmen zeigen ihre Stellenangebote bei der Agentur für Arbeit an. Sofern diese gesetzeskonform sind (das wird geprüft), gehen diese Stellen in die Vermittlungstätigkeit der Arbeitsvermittlung als auch der Arbeitgeber-Services ein.

Davon sind die von ihnen sogenannten Vermittlungsagenturen zu unterscheiden. Diese bieten unabhängig von den Agenturen für Arbeit eine Dienstleistung an. Diese kann zum Beispiel durch die von den Agenturen für Arbeit ausgegebenen Vermittlungsgutscheine finanziert werden. Arbeitssuchende können diese Vermittlungsdienstleistung jedoch auch selbst finanziert in Anspruch nehmen.

Die Agenturen für Arbeit sind in jeglicher Hinsicht zu Neutralität verpflichtet.

Mit freundlichen Grüßen

Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen

der Bundesagentur für Arbeit

Düsseldorf

 

Schlußbemerkungen:

Der Vorgang ist Teil einer Recherche die sich auf das Thema Arbeitslose insbesondere Langzeitarbeitslose (wovon wir in Duisburg viele haben – leider) konzentriert. Das Thema ist mit dieser Runde noch nicht abgeschlossen.  An dem oben geschilderten Vorgang ist bemerkenswert, dass ich im Glauben gelassen wurde es gäbe die besagten Listen aber man würde sie aufgrund des Datenschutzes nicht rausrücken. Merkwürdig daran ist auch, dass der Pressesprecher der Bundesarbeitsagentur in Nürnberg mir gestern auf telefonische Nachfrage nicht den Link zumailen wollte wo ich die Sache mit dem Datenschutz nachlesen kann. Er „stammelte“ etwas von „online unter Statistik, müssen Sie selbst mal gucken“ – gefunden habe ich nichts.