22 gefällte Bäume in Wedau sind eigentlich ein Witz – denn in Oberhausen sollen 5.000 dran glauben müssen

22 alte und für das Stadtklima wertvolle Bäume hat man in Wedau trotz Protesten der AnwohnerInnen vor kurzem gefällt. Nun soll es in Sterkrade für den Ausbau eines A3-Autobahnkreuzes gleich rund 5.000 Fällungen geben.

Dagegen richtete sich am Wochenende der Protest von rund 300 OberhausenerInnen die das verhindern wollen. FridaysForFuture-Aktivisten und Aktivistinnen setzen sich schon länger gegen die Pläne ein, die aktuell und weiterhin auch vom derzeitigen und ebenso wie seine Vorgänger unfähigen Verkehrsminister Wissing (FDP) durchgesetzt werden sollen.

Schon seit vielen Jahren wird über den Bau des Autobahnkreuzes auf der A3 diskutiert, die durch den Sterkrader Wald führt. Im aktuellen Gesetzentwurf der FDP ist deshalb auch das Projekt A3 gelistet, damit soll der Ausbau des Autobahnkreuzes beschleunigt werden.

Eine Grundforderung der GegnerInnen des A3-Ausbaus: Bevorzugt das bestehende Strassennetz sanieren und zukunftsfähig erhalten als neue Flächen zu versiegeln.

Diesen Grundgedanken kann man durchaus auch auf die grossen Wohnneubau-Vorhaben in Duisburg übertragen. So gibt es ziemlich viele erhaltenswerte Altbauten und Quartiere die saniert werden könnten. Gestern erst schrieb ich über den notwendigen Umbau der City zu Wohnquartieren, da mit dem Handel wohl auf Dauer kein Blumentopf mehr zu gewinnen sein wird.

Die Überschrift bitte ich nicht falsch zu verstehen: Jeder unnötig gefällte Baum ist eine Schande und ziemlich unklug.

 

 

Shopping: Die Innenstadt hat ausgedient

Shoppen gehen in der City ist eigentlich ein Auslaufmodell, so fasse ich  sinngemäß und gekürzt ein Interview der WAZ in Form eines Podcasts mit dem Stadtentwickler Prof. Torsten Bölting aktuell zusammen.

https://www.waz.de/podcast/wirtschaftsreporter/warum-die-innenstadt-als-ort-des-konsums-ausgedient-hat-id237973955.html

Es wird niemanden wundern der DUISTOP regelmässig liest, dass ich mich der Einschätzung des Prof locker anschliesse.

Ich habe ja vor kurzem bereits das Ende der Duisburger City in ihrer jetzigen Ausprägung bis spätestens 2030 vorausgesagt. Wahrscheinlich wird es aber viel früher so kommen, dass sich das Angebot in der City grundlegend wandelt.

Die Schliessung des Kaufhofs an der Düsseldorfer Strasse ist nur ein weiterer dicker Sargnagel für die Duisburger Innenstadt und deren unvermeidbare Abwärtsentwicklung.

Mehr Grün, mehr Wohnen, mehr Büros und weniger Einkauf.  Inwieweit die Gastronomie sich in der City verstärkt etablieren kann bleibt abzuwarten. Ich bin diesbezüglich eher skeptsich, da immer auch entsprechende mutige BetreiberInnen gefunden werden müssen, wenn nicht alles durch Systemgastronomie uniform werden soll.

Was Bölting auch ankündigt, ist deshalb eine Umwidmung und ein Umbau bisheriger Ladenflächen sowie ein Verzicht auf bisher hohe Mieteinnahmen. Beides zusammen werden manche EigentümerInnen dann nicht mehr wuppen können oder wollen.

Mehr Leerstand würde aber alle anderen mitbelasten. Was also tun? Hier kommt prompt die Forderung nach Geldmitteln aus öffentlicher Hand aufs Tablet der Bedürftigkeit.

Das sehe ich anders. Die geschilderte Entwicklung ist ja nicht sprunghaft, so haben sich aufmerksame Immo-EignerInnen ja sicherlich und durchaus bereits auf die mögliche neue wirtschaftliche Lage eingestellt.

Der Ruf nach Steuergeld ist zwar immer naheliegend, doch ich finde, dass der Markt es erstmal richten soll. Wer also seine Immobilie nicht mehr behalten will oder kann, der soll sie eben verkaufen.

Es dürften sich schon findige private Investoren finden. Die Stadt als Investorin halte ich für vollkommen ungeeignet. Sie muß aber dafür sorgen, dass die neuen EigentümerInnen sich einem gesamtstädtischen bzw. gesamtinnerstädtischen Zukunftskonzept unterordnen.

In bezug auf urbane Entwicklungen möchte ich zusätzlich auf eine weitere Entwicklung hinweisen. So gibt es erste Unternehmen die gänzlich ohne Büroräume auskommen, weil einfach alle Mitarbeitenden von zu Hause aus oder in Co-Working-Spaces arbeiten, die man je nach Bedarf kurzfristig anmietet.

Und mit der Digitalisierung und Automatisierung von gesamten Geschäftsprozessen und Wertschöpfungsketten werden sich auch die Aufgaben von Wirtschaftsförderern in Städten total ändern. Ich hatte bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass es künftig möglich sein wird, einen  Unternehmenssitz blitzschnell zu verlagern. Vor allem dann, wenn er nicht mehr aus Steinen und Mörtel besteht.

Schon heute gibt es Anwälte die spätestens seit Corona ihre Klientel nur noch telefonisch, per Mail oder per Video-Call betreuen. Ähnliches bei Ärzten, Steuerberatern usw.

Wo diese Dienstleister dann tatsächlich „sitzen“ ist vollkommen unerheblich.

Und noch etwas: Wenn es tatsächlich in Zukunft mehr Wohnraum in der City geben soll inkl. einem einladenen Umfeld, brauchen wir dann noch die grossen Neubaugebiete, vor allem auch angesichts einer grossen Zahl an älteren Menschen die aus Gründen von drohender Einsamkeit ev. lieber in der Innestadt leben wollen?

Könnten die Neubaugebiete denn nicht eher als grüne Klimainseln dienen, warum sie also vollkommen zupflastern und versiegeln?

Es bleibt spannend.

 

 

TKS: Tod eines Arbeiters – Gewerkschaft spricht von Grauzone

Auf dem Gelände von ThyssenKrupp Steel (TKS) in Duisburg gab es kürzlich den Todesfall  eines bulgarischen Arbeiters der in Diensten eines Auftragnehmers von TKS auf dem Stahlwerksgelände arbeitete.

Nun ist angeblich die Todursache geklärt, aber die Umstände die dazu führten sind es nicht. So ist der Bulgare in einem Schlammbecken erstickt. Wie es dazu kam weiß man anscheinend nicht.

Diskutiert, wie sooft in solchen extremen Fällen, werden schlagartig natürlich die Sicherheitsvorkehrungen und dazu gibt es Erstaunliches. TKS lässt ja nicht erst seit gestern Arbeiten von Fremdfirmen auf seinem Gelände durchführen. Bekannt sein dürfte deshalb auch, dass diese Fremdfirmen oder auch deren Subunternehmer regelmässig ausländische Arbeitskräfte einsetzen.

Teils nur angelernt und teils nicht der deutschen Sprache mächtig. Warum dann aber Sicherheitsanweisungen anscheinend nur in deutscher Sprache ausgegeben werden bzw. kursieren, dürfte mehr als fragwürdig sein.

Dazu gesellt sich noch folgendes Problem. Einige der Arbeiter können zudem gar nicht lesen. Insofern müsste eine Einweisung mündlich erfolgen. Ebenso eine Überprüfung ob auch alles richtig verstanden wurde. Nun, das kostet Geld.

Tja, Deutschland, noch Industrieland Nr. 4 in der Welt, auf Sicherheit immer so stolz und sicherlich in jedem verdammten Unternehmensleitbild zu finden, hat ECHTe Probleme.

In einer Stellungnahme der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre zur Hauptversammlung hiess es im Februar (Zitat):

„Mit Besorgnis stellen wir eine Zunahme der Arbeitsunfälle in der Stahlsparte fest. Im vergangenen Jahr waren hier in Deutschland leider zwei Todesfälle zu beklagen.“

„Es ist bis heute unklar, welche Konsequenzen Thyssenkrupp aus dem Fall gezogen hat.“

„Es fehlen klar kommunizierte Maßnahmen, um die weithin berichtete Ausbeutung und die von Angst geprägten Arbeitsverhältnisse von Arbeitskräften zu beenden, die das Risiko von Unfällen erhöhen.“

 

Anderes Thema, aber immer noch Sicherheit:

Wenn man erfährt, dass im Duisburger Norden in naher Zukunft Wasserstoffleitungen verlegt werden, damit TKS irgendwann mal fleissig grünen Stahl herstellen kann, dann fragt man sich schon ob wirklich alles sicher und gesundheitssicher abläuft. Nur weil man es mit altbekannten und renommierten Firmen zu tun hat muß das ja nicht zwingend der Fall sein.

Also ich wäre sehr vorsichtig mich auf Versprechen einfach so zu verlassen.

Wasserstoff ist nicht ohne, was alle aus dem Chemieunterricht mit Knallgas-Experimenten wissen dürften.

Und inzwischen geht es ja nicht mehr nur darum ob die Leitungen dicht und sicher sind, sondern auch darum ob nicht irgendwelche bösen Menschen einfach mal daran rumfummeln können. Sprich: Kritische Infrastruktur!

 

Seit wann ist Johnny Rotten Kämmerer in Duisburg?

Oder habe ich mich da verguckt? In einer aktuellen Pressemitteilung der Stadt, in der es um die Finanzlage Duisburgs geht -und die anderer Kommunen- ist ein Foto von Duisburgs Kämmerer zu sehen. Und der heisst doch eigentlich Martin Murrack.

Auf den ersten Blick dachte ich jedoch es handelt sich um PIL-Frontman Johnny Rotten („This is not a love song.“)

Guckst Du selbst:

https://www.duisburg.de/guiapplications/newsdesk/publications/Stadt_Duisburg/102010100000198244.php

https://www.duisburg.de/guiapplications/newsdesk/publications/Stadt_Duisburg/102010100000198244.php.media/198246/Stadtdirektor-Martin-Murrack.JPG

Hier der Ausschnitt aus dem Pressebild der Stadt:

https://www.google.com/search?q=johnny+rotten&client=firefox-b-d&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=2ahUKEwiNuf27rvP9AhVuiP0HHYkqCE0Q_AUoAXoECAEQAw&biw=1680&bih=925

https://www.youtube.com/watch?v=Az_GCJnXAI0

Wie dem auch sei, Murrack könnte mit dem Outfit und Haircut ja ev. mal einen PIL-Song einspielen, ein Video drehen und dann schau’n wir mal ob er als Rotten durchginge.

Ich wusste bisher auch nicht, dass Murrack sich die Finanzlage Duisburgs derart zum Haareraufen ernst nimmt.

 

 

Voll verfönt: Özdemir will noch einen Posten

Manche kriegen einfach den Hals nicht voll und wieder andere fragen sich wie machen die das. So haben mir, seitdem heute bekannt wurde dass der NRW-SPD-Vositzender Thomas Kutschaty zurückgetreten ist oder getreten wurde, allein drei SPD-InsiderInnen erzählt, dass sich nun Mahmut Özdemir für den freigewordenen Posten empfiehlt. So wird es u.a. auch auf Radio Duisburg kurz berichtet.

https://www.radioduisburg.de/artikel/duisburger-als-kutschaty-nachfolger-im-gespraech-1604710.html

Özdemir war wohl am Kutschaty-Rücktritt nicht ganz unbeteiligt. In SPD-Kreisen gilt er angeblich als äusserst machtbesessen.

Nun, im Fall des Falles wäre er dann nicht nur MdB, Staatssekretär und SPD-Vorsitzender in Duisburg, sondern gleich auch der mögliche NRW-Kandidat der SPD für die nächste Landtagswahl.

Tja, da lob ich mir Frau Bas, die will nur dem Ingo Wald als just gestern Abend wiedergewählter Präsi vom MSV in Zukunft unter die Arme greifen.

In Bezug auf Özdemir frage ich mich wie der Mann all die Aufgaben auch nur annähernd sinnvoll erfüllt. Vor allem auch vor dem Hintergrund wie lange er morgens mit dem Fönen und der Glanzgelung seines Haupthaars zubringt.

 

 

Sarah Philipp im Frauenhaus – Die dreisten unfähigen 3 für Duisburg

Nein, nein liebe Besorgten und Lesenden von Kitschblättchen, unsere attraktive und dynamische Landtagsabgeordnete war dort nur einen Schnupper-Tag und quatschte ein bißchen mit den Frauen, malte Ostereier an oder klöppelte und häkelte ein paar Deckchen.

https://lokalklick.eu/2023/03/21/landtagsabgeordnete-philipp-absolviert-praxistag-im-frauenhaus-duisburg/

Nebenbei wurde auch noch erwähnt, dass der Stadtrat mehr Geld für Frauenhäuser locker gemacht hat, aber es wurde verschwiegen, dass dies immer noch viel zu wenig ist.

Dennoch zog Frau Philipp wahrscheinlich eine positive Bilanz ihres anstrengenden Aufenthalts dort. Es fehlte allerdings der Hinweis darauf, dass sie sich mit den betroffenen Frauen solidarisiert.

Und Philipp ist auch noch woanders aktiv.

Heissa, richtig schmissig kommen die bisher vollkommen untätigen Drei von der SPD-Tankstelle rüber. Seit kurzem haben Philipp und beiden anderen SPD-MdLs „The Brain“ Börner und Falschewsky … äh … Falszewski eine neue Online-Butze namens 3 für Duisburg.

https://philipp-fuer-duisburg.de/3-fuer-duisburg-maerz-2023/

Ein wahres Polit-Power-Team, das nun nicht mehr nur für Charlie, sondern für uns alle vollen Einsatz zeigen wird und demnächst zuerst alle Frauenhäuser NRWs, alle Tierheime NRWs und alle Bahnhofsklos NRWs für jeweils einen Tag besuchen wird um sich dann mit gefährdeten Spezies wie Sackratten, Dummdödeln und Heulsusen solidarisch zu erklären.

Ist doch logo, jemand muß eben die wichtigen Dinge richtig anpacken.

 

Die Social-Mediarisierung der Schulzeitungen – nett aber so total daneben

Wenn man die aktuellen News der Stadt zur „Digitalen Schülerzeitung“ liest, ist man eigentlich prompt ganz guter Dinge. So erfährt man, dass die Stabsstelle Digitalisierung und das Amt für Schulische Bildung Anfang des Jahres das Projekt initiiert haben. Nun, wenn man den Text allerdings bis ganz unten liest, erfährt man aber stattdessen, dass Duisburger Schulen sich einem Projekt eines Unternehmens, das wiederum eine Online-Plattform bereitstellt, angeschlossen haben.

Und wenn man die Website der Plattform besucht, erfährt man, dass das alles kostenpflichtig ist.

In dem Stadtpressetext heist es u.a. (Zitat):
Daher wird interessierten Schulen das Redaktionssystem „digi.reporter“ der Werkstatt für digitale Bildung und Kommunikation für Online-Zeitungen angeboten. Die Handhabung von Redaktion, Pflege und Hosting ist einfach. Das System ist datenschutzkonform und wurde speziell für den Kontext Schule entwickelt – von der Grundschule bis zur Oberstufe.

„Mit dem Projekt stärkt die Stadt Duisburg die digitale Kompetenz ihrer Schüler und Schülerinnen. In der heutigen Zeit ist es wichtig, möglichst früh die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen, um Medienkompetenz zu fördern. Die digitale Schülerzeitung vermittelt beides und stärkt darüber hinaus Demokratieverständnis und Persönlichkeitsentwicklung. Damit werden Duisburger Schulen wieder etwas smarter“, so Stadtdirektor und Digitalisierungsdezernent Martin Murrack. Die Stabsstelle Digitalisierung fungiert als Initiator und finanziert das Projekt mit 5.000 Euro.
https://www.duisburg.de/guiapplications/newsdesk/publications/Stadt_Duisburg/102010100000198049.php

Tja, das klingt alles ziemlich toll, nur hat das alles mit Medienkompetenz und Demokratie nicht viel zu tun.

Denn so wie ich die Sache bewerte, werden die Kids nur daran gewöhnt eine Online-Plattform zu nutzen, um dort nur die Dinge machen zu können die die Plattform auch zulässt.

Also genauso das was Facebook, Twitter und Co. auch bieten, hier nur im Mäntelchen von Medienkompetenz und Demokratie.

Dementsprechend sehen die Online-Schulzeitungseiten auch ziemlich uniform aus.

Und leider heisst das Ganze wenig gendergerecht auch noch digi:reporter, so als gäbe es Mädchen erstmal nicht: https://www.digireporter.de/schulen

Also ich verstehe unter einer Schulzeitung von Schulkids ganz was anderes, jedenfalls nicht die erzieherische Vorbereitung auf Uniformität statt Vielfalt.

Es mag ja sein, dass in Duisburg nun die vielen Laptops zum Einsatz kommen, die man inzwischen unters Schulvolk gebracht hat, aber es reicht bei weitem nicht aus damit mehr herbeizureden als die Bereitstellung und Nutzung eines simplen Gerätes. Wobei sich in Bälde auch noch chatGPT dazu gesellen wird.

Und angesichts des Themas Demokratie wird es dann wahrscheinlich  eher nicht dazu kommen, dass die digitalen Schulzeitungen voll sein werden mit Fotos von kaputten Klos, verdreckten Umkleidekabinen und den krassen Schilderungen der Folgen von Lehrkräftemangel usw. usf.

Nein, es erscheinen wohl eher Wohlfühlbildchen aus dem Big-Friends-Album, Keksbackrezepte sowie Interviews mit SchulleiternInnen und dem OB in denen alles als suppi beschrieben wird.

Eine Schulzeitung sollte eigentlich ein wenig anarchisch sein und vor allem kreativ. Sie sollte sich unterscheiden von anderen und die Möglichkeiten bieten sich vielfältig gestalterisch auszutoben.

Was ich auf digi:reporter sehe ist meiner Ansicht nach bisher nur normierter Bullshit.

Hier ein Beispiel – ohne den beteiligten Kids nahetreten zu wollen:

https://ggs-sandstr-duisburg.digireporter.news/news/1675757681562

Ach ja, ob die durch die Plattform gesammelten Daten, wenn auch nur anonymisiert, möglicherweise weiterverwendet werden, erfährt man natürlich nicht. Denn alles spielt sich nämlich auf dem digi:reporter-Server ab.

Es ist ev. an der Zeit Link, Murrack und Co. ein wenig Medienkompetenz zu vermitteln.

 

NACHTRAG

So machts Bayern: https://www.km.bayern.de/epaper/manual_schuelerzeitung/files/assets/common/downloads/publication.pdf

 

 

Rettet diese APP den Einzelhandel? Ich glaube nicht. Aber ein Versuch macht kluch.

Eine neue App soll dem Einzelhandel helfen, die Herausforderungen zu meistern, mit denen er auf dem heutigen wettbewerbsintensiven Markt konfrontiert ist. Die App tellz.me® gibt Unternehmerinnen
und Unternehmern angeblich Werkzeuge an die Hand, um ihren Umsatz zu steigern, Kosten zu senken und das Einkaufserlebnis für die Kunden zu verbessern.
Die Umsätze des Internethandels steigen seit Jahren stabil und laut diverser Studien wurden die deutschen Innenstädte z.B. im Jahr 2022 von durchschnittlich 30 % weniger Menschen besucht. Hält dies so an ergeben sich daraus existenzbedrohende Zustände für viele lokale Einzelhändler und Gastronomen.
„Womit lokale Anbieter punkten können, ist eindeutig der Kundenservice. Wenn ich mich in einem Geschäft gut beraten fühle und ein schönes Einkaufserlebnis habe, ist es irrelevant, dass das Produkt eventuell etwas teurer ist als im Internet. Menschen wollen mit Menschen zu tun haben.“ So Ole Albers, Marketingleiter der tellz.me® International GmbH.

Die App tellz.me erreicht die Kundinnen und Kunden per Kurznachrichten auf dem Handy, sobald diese in die Nähe des Geschäftes kommen sowie über ein News-System. So können aktuelle Angebote und Informationen an Passierende und Interessierte übermittelt werden.
Die App steht sowohl für iOS- als auch für Android-Geräte zum Download bereit und kann von Einzelhändlern, Dienstleistern und Gastronomen jeder Größe eingesetzt werden. Der Preis richtet sich nach der Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer pro Monat.
Eine kostenlose Testversion wird nach Registrierung über diesen Link freigeschaltet: Weitere Infos (https://bit.ly/3ib6o9I)
Die App ist für die private Nutzung sowie für die Erstellung einer digitalen Visitenkarte (https://www.der-business-tipp.de/wissenswertes/detail/id/193/) kostenlos.

Links zum Download der tellz.me® App

IOS: https://apps.apple.com/de/app/tellz-me-page/id1622993070
ANDROID: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.app.tmpage
Video: https://www.youtube.com/watch?v=Vh9QUOWY7_g
Die tellz.me® International GmbH ist ein 2017 gegründetes Start-up, das sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von Apps und Software auf nationaler sowie internationaler Ebene spezialisiert hat.
https://www.tellz.me

Bei dem obigen Text handelt es sich größtenteils um eine Pressemeldung. Ich habe sie veröffentlicht weil sich ansonsten sehr wenig tut um dem Einzelhandel auf die Beine zu helfen oder ihn zu unterstützen. Die Idee ist zwar nicht neu und ich sehe solche APPs kritisch, aber die Info will ich niemandem vorenthalten. Ob sich BesucherInenn einer City den Service antun wollen sei ebenfalls dahingestellt. Generell zweifle ich aber daran, dass der Einzelhandel sich groß daran beiteiligen wird.

Aber das ist nur meine persönliche Einschätzung. Die  im Text angegebenen Links sind alle nicht von mir getestet. Bis auf den zur Homepage des APP-Anbieters: https://www.tellz.me

Die hiesige „Mein Duisburg APP“ hatte ich bereits kritisch kommentiert. Andere die City aufwertende oder die Geschäftsleute unterstützende Maßnahmen seitens der hier werkelnden Akteure kenne ich nicht. Die gibt es wohl auch nicht. Ansonsten bitte ich um einen kurzen Hinweis.

 

 

Tod in Bergheim: Sehr merkwürdiger Facebook-Post – Fake, Wichtigtuerei, … was steckt dahinter?

Der Tod eines Mannes in Bergheim am vergangenen Samstag ging bereits durch die Presse. Er hatte wohl privat an einer Wand und deren Fundament gearbeitet und wurde angeblich unter der umstürzenden Wand begraben.

Da ich mich mit solchen Vorkommnissen ansonsten nicht beschäftige wurde ich auch erst durch einen merkwürdigen Facebook-Kommentar darauf aufmerksam. Dieser wurde mir gleich mehrfach iLdT von mir Vertrauten zugemailt. Entstanden sein kann er nur nach dem Unfall und an seiner Echtheit habe ich keinen Zweifel. Trotzdem habe ich den Verfasser bzw. die Verfasserin unkenntlich gemacht. Inzwischen ist er wohl entfernt worden. Ich kann ihn nicht finden.

Der Verfasser bzw. die Verfasserin ist allerdings u.a. dem Arbeitskreis der Selbständigen in der SPD zuzuordnen und hat eine News auf xtranews.de über den Vorfall in Bergheim anschliessend auf Facebook kommentiert.

https://xtranews.de/2023/03/19/duisburg-toedlicher-unfall-bei-bauarbeiten-id00216361.html

xtranews.de hat lediglich eine Kurzmeldung der Polizei zum Unfallgeschehen übernommen.

Vielleicht handelt es sich bei dem Kommentar um Fake, Wichtigtuerei, einen Account-Hack oder um einen wirklich blöden Scherz, vor allem da die kriminal-polizeilichen Ermittlungen in der Sache noch andauern.

Andererseits könnte auch mehr dahinterstecken. In jedem Fall deutet der Kommentar auf eine laufende Recherche eines Journalisten oder einer Journalistin hin. Ich bin es nicht und ich stecke auch nicht dahinter.

Und ich habe auch keine Idee welcher städtische Skandal gemeint sein könnte.

Hier nun der Screenshot des Kommentars. Das DUISTOP-Wasserzeichen habe ich nachträglich eingefügt:

 

 

 

Wer sich für den Duisburger Bau-Markt interessiert sollte auch mal dies hier lesen!

Bevor nun irgendwann einmal, wenn überhaupt, unsere Stadtentwickelnden konkret Stellung nehmen zu den Großbauprojekten und ihren Fortschritten, vor allem nach dem Besuch der MIPIM in der letzten Woche, empfehle ich nur diese zwei Artikel (s.u.) aus anderen Medien zu lesen um ein zusätzliches Stimmungsbild zu erhaschen.

Denn ich erwarte, dass sich in Duisburg mittelfristig nichts tut, es wird also lustig sein wie das kaschiert wird, und ich erwarte, dass man, wenn sich was tut, den Investoren dermassen den roten Teppich ausrollen wird, dass selbst die absoluten Aufschneider unter ihnen kräftig Kaviar und Champagner abgreifen können ohne dafür zu liefern, geschweige denn zu bauen.

Denn wie äusserte sich OB Link (ich zitierte ihn bereits) schon direkt nach der MIPIM so übertrieben wie immer:

„Der Aufbruch in unserer Stadt ist international wahrnehmbar. So konnten wir als Team auf der Messe ein starkes Signal senden. Duisburg will und Duisburg wird. Zum Beispiel 120 Hektar … entwickeln, mit geringem Risiko und hoher Aussicht auf Rendite.“

Nun, dass mit der internationalen Wahrnehmbarkeit klappte selbst national nicht so ganz. Hier ein Kommentarausschnitt aus einem der von mir empfohlenen Artikel (Zitat):

Trotz regen Messe-Treibens und guter Frequenz an den deutschen Stadtständen Frankfurt, München, Hamburg, Berlin, Stuttgart, Hannover, Düsseldorf und Köln blieb die Goldgräber- und Partystimmung der Boom-Jahre wie erwartbar aus. Der „Safe Haven Deutschland“, der vermietungssicher, rechtssicher, preisstabil und exitsicher die internationalen Investoren anlockte, steht zur Disposition.

Lesen Sie also mal was andere zum Immo-Markt schreiben und nicht nur das was OB Link und seine besten Freunde uns versuchen weis zu machen!

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ifo-umfrage-im-wohnungsbau-geht-die-angst-um-a-ebb448fb-2796-41d4-8ab1-04203dfed7a1

https://www.rohmert-medien.de/artikel-der-woche/die-mipim-wird-zur-findungs-und-arbeitsmesse,290808.html